Gustav Klimt – Frauenportraits

Klimts Frauenbild war geprägt durch seine enge Bindung an Mutter und zwei seiner Schwestern, mit denen er lebenslänglich zusammen wohnte. Es beinhaltet die Facetten der Mütterlichkeit, in der Unnahbarkeit enthalten ist, die Verfügbarkeit des Luxusweibchens – aber auch die Bedrohung durch die Verführung. Die einzige selbstbewusste Frau in seinen Bildern ist Emilie Flöge, (siehe Bild unten) mit der ihn Freundschaft bis zum Tode verband – die er allerdings nie ehelichen konnte oder wollte. Er kannte sie seit 1891, portraitierte sie erstmals 1893/94, aber als wirkliches Portrait erst 1902. Klimt, obwohl er vermutlich unter einer schwierigen Konstellation litt in Beziehung auf seine Mutter, unterhielt verschiedenste Beziehungen zu Modellen und hatte für 3 uneheliche Kinder aufzukommen. Bei seinem Ableben erhoben 14 Frauen für ihre Kinder Anspruch auf einen Anteil am Erbe. Das Frauenbild Klimts scheint zwischen , , uns angesiedelt, womit er vermutlich nicht allein da steht…..

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Eric Fischl: Bad Boy (1981), Öl auf Leinwand

Erotische Kunst

Als man Picasso an seinem Lebensabend einmal nach dem Unterschied zwischen Kunst und Erotik fragte, antwortete er nachdenklich: »Aber es gibt keinen Unterschied.« Wie andere vor der Erotik, so warnte er vor der Kunst: »Kunst ist niemals keusch, man müsste sie von allen unschuldigen Ignoranten fern halten. Leute, die nicht genügend auf sie vorbereitet sind, dürfte man niemals an sie heranlassen. Ja, Kunst ist gefährlich. Wenn sie keusch ist, ist sie keine Kunst.«

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Egon Schiele: “Akt mit Strümpfen“, 1912, Gouache und Bleistift auf Papier

Pablo Picasso – Kunst ist immer erotisch

„Auch das erotische Kunstwerk hat Heiligkeit“ (Egon Schiele, 1911). Skizzen und Zeichnungen spiegeln oft ganze Lebenswelten en détail, sie verraten viel über die Leidenschaften und die künstlerischen Absichten eines Malers. Die impulsive Form und die Spontaneität der Zeichnung bringen uns einen Künstler oft viel näher als jede umfassende Monographie………

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Pablo Piacsso: "Autoportrait avec nu", Barcelona, 1902. Ink & colored pencil on business card. 9 x 13,3 cm. Private collection, Germany.

Pablo Picasso – Kunst ist immer erotisch

Als krankhaft und dreckig bezeichneten Galeristen und Kunstkenner lange Zeit die erotischen Werke Pablo Picassos. Sie auszustellen war tabu bis 2001, als in Paris erstmals 300 seiner Werke voll Sinnlichkeit und Sexualität gezeigt wurden. Diese Ausstellung wanderte dann nach Montreal und schließlich nach Spanien, nach Barcelona…..

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Egon Schiele: "Die Traumbeschaute", 1911, Aquarell und Bleistift, 48 x 32 cm. Metropolitan Museum N.Y., USA. © Copyright The Metropolitan Museum N. Y.

Egon Schiele – schamloser Blick auf das erotische Zentrum

Schiele ging in seinen erotischen Werken meist über das Thema des Aktes hinaus und stellte das weibliche und das männliche Geschlecht in eindeutiger, oft derber Weise dar. In dem Blatt: „Die Traum – Beschaute“ (1911) zeigt er eine liegende nackte Frau mit weit gespreizten Beinen, die ihre Schamlippen auseinanderzieht………..

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Roy Lichtenstein:"M-Maybe", 1965, handsigniert, nummeriert, lim. Auflage 200 Ex. Format: 60 x 80cm.

Roy Lichtenstein – ’’M-Maybe!’’

Berühmt wurde Roy Lichtenstein (* 23. Oktober 1923 in Manhattan, New York, † 29. September 1997 in Manhattan ) durch seine Bilder mit den monumental vergrößerten Details aus Comic-Strips. Schwarze Umrißlinien, Primärfarben und Rasterpunkte sind ihre formalen Grundeigenschaften. Die plagiierende Bildsprache dient in ihrer höchsten technischen Perfektion dazu, die schlichten Aussagen in ihr Gegenteil zu verkehren. Sie sind sowohl als kritische Kommentare zum amerikanischen Alltag zu verstehen, wie sie den traditionellen Gegensatz von Kunst und Kommerz in Frage stellen. Damit ist Lichtenstein einer der ersten und wichtigsten Künstler der Pop-Art, und seine Gemälde und Plastiken repräsentieren einen wesentlichen Beitrag zur amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Er entwickelte eine besondere Maltechnik, die im Englischen ‚Benday Dots‘ genannt wird. Dabei setzte er statt Farbflächen nur gleichmäßige Farbpunkte und verlieh somit seinen großformatigen Werken einen künstlichen Touch. Diese Rastermethode der andere Künstler anfangs mit Humor begegneten, karikierte auch er selbst zum Beispiel mit dem Werk „Magnifying Glass“, von 1963.

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Balthus: "Nu au chat", (Nu à la bassine), 1948 -50, Öl auf Leinwand, 65 x 80 cm, National Gallery of Victoria, Melbourne

Balthus – ein erotischer Provokateur

Balthus, Einzelgänger. Außenseiter, Sonderling. Der Maler Balthus – bürgerlich: Balthazar Klossowski – war ein Lebemann, der sich wenig um das scherte, was man über ihn dachte, was man über ihn redete. Ein hochbegabter Künstler, ein exzentrischer Provokateur. Einer, der ganz in seiner Welt lebte und unaufhörlich am einzig „wahren“ Bild arbeitete. Balthus war befreundet mit Federico Fellini, Pablo Picasso, Joan Miro, Salvador Dali. Von dem Kunsthändler Pierre Matisse ließ er sich gelegentlich finanziell unterstützen, um seinen luxuriösen Lebensstil bezahlen zu können.

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