Thomas Ruff – illusionslose Entzauberungen

Thomas Ruff: "Nude ku 12", 2000, Farbfotografie, verso signiert, datiert und nummeriert. lim. Auflage 50 Exemplare, Format: 52 x 41,9 cm / 60 x 49,8 cm.

Thomas Ruff: “Nude ku 12”, 2000, Farbfotografie, verso signiert, datiert und nummeriert. lim. Auflage 50 Exemplare, Format: 60 x 49,8 cm. Preis auf Anfrage

Über Thomas Ruff

Thomas Ruff, geboren 1958 in Zell am Harmersbach, Schwarzwald, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Ruff gehört zu den wichtigsten Fotografen der Gegenwart, dessen Oeuvre so unterschiedliche Bereiche umfasst wie den Menschen, die Architektur, den Kosmos und das Internet. Er ist ist ein scharfer und konzentrierter Beobachter, der seine Motive mit einem hyperpräzisen, chirurgischen Blick wiedergibt. Objektive Wirklichkeitserfassung ist für ihn dabei kein neutraler Vorgang, sondern wird mit jeder Aufnahme von neuem befragt. Den roten Faden seiner Arbeiten bilden das scheinbare Gegensatzpaar von Oberfläche und Tiefe und dessen variantenreiche Ausformungen. Neben seiner Serie von großformatigen Porträts der 1980er Jahre, für die Ruff internationale Bedeutung erlangte, und den auf Handlungsanwei-sungen beruhenden Architekturaufnahmen von Herzog & de Meuron sind seine Serien cassini und zycles, Substrate, Negative und phg, sowie jpgs. am bekanntesten. Ruff unterzieht mit ‘cassini’ die von der NASA-Website stammenden Bilder des Saturn und seiner Monde einer digitalen Bearbeitung und hinterfragt gleichzeitig die Begriffe des Beispielhaften, der Realität und des Zeitgeistes. Das Begriffspaar Oberflächen/Tiefen bildet Thomas Ruff auch in den dreidimensional anmutenden Kurvendarstellungen der zycles ab, eine sinnliche Erfahrung vom Schweifen in virtuelle Tiefen, wie sie nur dem Blick des menschlichen Auges vergönnt ist. Wie kaum ein anderer hat der weltweit erfolgreiche Künstler die Grenzen der Fotografie immer wieder verschoben.

Thomas Ruff: "Nudes kn 30", 2000, Farbfotografie, verso signiert, datiert und nummeriert. lim. Auflage 100 Exemplare, Format: 52 x 41,9 cm / 60 x 49,8 cm

Thomas Ruff: “Nudes kn 30”, 2000, Farbfotografie, verso signiert, datiert und nummeriert. lim. Auflage 100 Exemplare, Format: 52 x 41,9 cm / 60 x 49,8 cm. Herausgegeben von Frameworks, Wien. Preis auf Anfrage

 

Thomas Ruff nudes 2001 Set of 8 Iris prints on rag paper, each print 75 x 60 cm (29½ x 23½ in), each signed and numbered on verso. Edition of 50.

Thomas Ruff: ‘nudes’, 2001, Set mit 8 Iris Drucken auf Rag Papier, jedes im Format: 75 x 60 cm (29½ x 23½ in), jedes signiert, nummeriert en verso,lim. Auflage 50 Exemplare.  Preis auf Anfrage

Über die Serie ‘Nudes’ von Thomas Ruff

Für Nudes nun hat Thomas Ruff all jene Bilder verfremdet, die den nächtlichen Internet-Surfern auf pornografischen Seiten entgegenstarren: Bilder von kopulierenden Paaren, Brüsten, geöffneten Schenkeln und erigierten Gliedern, die man bei Ruff allerdings nur noch erahnen kann. Und die so fast schon wieder einen Zauber bekommen, der an Erkenntnis grenzt. Mit Nudes hat sich Thomas Ruff zu einer Art Gerhard Richter der Fotografie entwickelt. Aber im Gegensatz zu Richter, der die entlarvende Unschärfe seiner Gemälde mithilfe von Übermalungen erreicht, bedient sich Ruff allein fotografischer Mittel, um mehr zu zeigen, als ein hyperrealistisches Bild dies könnte. Ein erotisches Foto, hat Helmut Newton einmal gesagt, müsse vor allem eines sein: scharf. Von dieser Definition sind Ruffs Fotografien weit entfernt. Aber es geht ihm ja auch gar nicht um Erotik, sondern um die Sichtbarmachung einer entseelten, in immergleichen Posen erstarrten, entindividualisierten und eigentlich sehr einsamen Vergnügungswelt. Nicht pornografisch wie seine anonymen Vorbilder, sondern einfach große Foto-Kunst. Thomas Ruff ist ein scharfer und konzentrierter Beobachter, der seine Motive mit einem hyperpräzisen, chirurgischen Blick wiedergibt. Er gehört zu den wichtigsten Fotografen der Gegenwart, dessen Oeuvre so unterschiedliche Bereiche umfasst wie den Menschen, die Architektur, den Kosmos und das Internet. Thomas Ruff, geboren 1958 in Zell am Harmersbach, Schwarzwald, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er studierte von 1977 bis 1985 bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf Fotografie.

LITERATUR: Nudes: Mit einer Short Story von Michel Houellebecq, September 2006, von Thomas Ruff und Michel Houellebecq.

 

Thomas Ruff: "Interior 1a", 1979, C-print, © the artist Courtesy the artist & the Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Thomas Ruff: “Interior 1a”, 1979 © the artist Courtesy the artist & the Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Thomas Ruff: "Interieur 3B", 1980, C-print, signiert, 27.5 x 20.5 cm.

Thomas Ruff: “Interieur 3B”, 1980, C-print, signiert, 27.5 x 20.5 cm. Preis auf Anfrage

Über die Architektur /Interior – Fotografie von Thomas Ruff

Während seines Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie photographierte Ruff private Interieurs, deren Möblierung aus den 1950er bis 1970er Jahren stammte. Innerhalb dieser Motivserie lassen sich zwei Gruppen unterscheiden: Photographien, die einen räumlichen Gesamteindruck wiedergeben, und Aufnahmen, die sich in einer engeren Fokussierung auf einzelne Einrichtungsgegenstände konzentrieren.

Die Photographien von Thomas Ruff, die mit konventioneller photographischer Technik Architektur – Interieurs oder Außenaufnahmen von Gebäuden – abbilden, vermitteln eine direkte, neutrale Sicht auf das Dargestellte und sind jeweils nach denselben konzeptuellen Vorgaben aufgenommen worden. Für Ruffs Arbeitsweise ist es charakteristisch, daß ihm eine Aufnahme für jedes Motiv genügt. Die Photographien dokumentieren nicht eine Vielzahl von Ansichten ein und derselben Architekturen sondern avisieren Exemplarisches. Ruff wählt dabei bestimmte Motive, die oft gerade wegen ihrer Durchschnittlichkeit auch Zeittypisches aussagen. Schon während seines Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie photographierte Ruff private Interieurs, deren Möblierung aus den 1950er bis 1970er Jahren stammte. Seit 1987 photographiert Ruff auch Bauten von außen. Anders als seine Lehrer an der Düsseldorfer Akademie, Bernd und Hilla Becher, erstellt Ruff dabei keine Gebäudetypologien. Seine Bilder eröffnen keine anschauliche Vergleichsebene, sondern sind wieder exemplarisch gemeint. Charakteristisch für Ruffs Häuseraufnahmen ist dabei gleichwohl die Wahl fester Parameter. So photographiert er Wohnhäuser und Schulen, Verwaltungs- und Fabrikgebäude in strikter Frontalität oder exakter Übereck-Perspektive, sorgt für gleichmäßige Schärfe und neutrale Beleuchtung und wählt immer den gleichen Aufnahmestandpunkt in ungefähr drei Meter Höhe. Störende Elemente werden, zum Teil durch Computerretusche, ausgeblendet; ein Umfeld der Gebäude wird nicht angegeben. Wie die Bechers bedient sich Ruff hier des standardisierten Aufnahmeverfahrens, um ein objektives photographisches Bild zu erzeugen.

Thomas Ruff:” Haus Nr. 7″, 1983, C-print, © the artist. Courtesy the artist & the Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Thomas Ruff:” Haus Nr. 7″, 1983, C-print, © the artist. Courtesy the artist & the Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Über die Serie „l.m.v.d.r.” und „h.p.b. 01.“ von Thomas Ruff

Die Edition “h.p.b. 01.” (2000/2002) geht aus einer Arbeit hervor, die Ruff als Teil seines Projektes “l.m.v.d.r.” für die Ausstellung “Mies in Berlin” konzipierte, die 2001 in New York gezeigt wurde, dann nach Berlin und Barcelona zu sehen war. Mit seiner Edition “h.p.b. 01.”, 2000/2002 bezieht sich Thomas Ruff auf ein Gebäude von kunst- und architekturhistorischem Interesse, dessen wechselvolle Geschichte auch die Geschichte des 20. Jahrhunderts widerzuspiegeln scheint.

 

Thomas Ruff: “Barcelona Pavillio, d.b.p.08”, 2000/2004, aus der L.M.V.D.R., Ludwig Mies van der Rohe Serie, Color C-Print, signiert, limitieret Auflage 250 Exemplare, Format: 41,9 x 30,5 cm.

Thomas Ruff: “Barcelona Pavillion, d.b.p.08”, 2000/2004, C- print from the serie L.M.V.D.R., Ludwig Mies van der Rohe Serie, signiert, limitierte Auflage 250 Exemplare, Format: 41,9 x 30,5 cm. Literatur: Matthias Winzen, Thomas Ruff 1979 to the Present, DAP, Cologne, 2001, p. 242 Catalogue Reference LMV07.  Preis auf Anfrage

 

 

Thomas Ruff:"m.d.p.n. 01", 2002, C-Print, Diasec Face, lim. Auflage 5 Exemplare (+ 2 AP), Verso signiert, datiert und nummeriert, 186 x 270 cm.

Thomas Ruff: ‘m.d.p.n. 01″, 2002’, C-Print, Diasec Face, lim. Auflage 5 Exemplare (+ 2 AP), Verso signiert, datiert und nummeriert, 186 x 270 cm. Preis auf Anfrage

 

Thomas Ruff: 'Bauhaus, w.h.s. 01.' aus: Mies van der Rohe Series. 2001. C-Print auf Kodak-Professional. 18 x 25,2cm (24 x 33cm), signiert, datiert und nummeriert mit Bleistift verso

Thomas Ruff: ‘Bauhaus, w.h.s. 01.’ aus: Mies van der Rohe Series. 2001. C-print auf Aluminium-Dibond, signiert, nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Blattformat: 58 × 70 cm. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff: "l.m.v.d.r. (h.e.k.04", 2001-04, signiert, nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Blattformat: 58×70cm

Thomas Ruff: “l.m.v.d.r. (h.e.k.04)”, 2001-04, C-print auf Aluminium-Dibond, signiert, nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Blattformat: 58 × 70 cm. Preis auf Anfrage

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Thomas Ruff: "l.m.v.d.r. (h.u.p.01)', 2001-04, signiert, nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Blattformat: 58 × 70 cm

Thomas Ruff: “l.m.v.d.r. (h.u.p.01)’, 2001-04, C-print auf Aluminium-Dibond, signiert, nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Blattformat: 58 × 70 cm. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff l.m.v.d.r. 2004 Set of 6 C-prints mounted on aluminum (Dibond), 58 x 70 cm (23 x 27½ in), each signed and numbered. Edition of 40, in aluminum box.

Thomas Ruff: ‘l.m.v.d.r.’, 2004, Set mit 6 C – prints aufgezogen auf Alu – Dibond, Format: jedes 58 x 70 cm (23 x 27½ in), jedes signiert, und nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare. Preis auf Anfrage

 

 

Thomas Ruff: ‘Portrait (A. Kachold),’ 1987, C-Print, limitierte Auflage 150 Exemplare, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 40 x 30 cm. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff: „Portrait 1989 (I. Graw)“, 1989 / 2012, C-Print, limitierte Auflage 150 Exemplare, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 30 x 22 cm

 

Thomas Ruff: „Portrait 1989 (I. Graw)“, 1989 / 2012, C-Print, limitierte Auflage 150 Exemplare, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 30 x 22 cm. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff: 'Porträt (K. Lehmann)', 1984, , C-Print, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 24 x 18 cm

Thomas Ruff: ‘Porträt (K. Lehmann)’, 1984 / 2012, C-Print, handsigniert und nummeriert en verso, limitierte Auflage 150 Exemplare Bildformat: 24 x 18 cm. Preis auf Anfrage

 

Thomas Ruff: „Porträt (C. von Heyl)“, 1985, C-Print, limitierte Auflage 150 Exemplare, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 40 x 30 cm.__________________________________

Thomas Ruff: „Porträt (C. von Heyl)“, 1985 / 2012, C-Print, limitierte Auflage 150 Exemplare, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 40 x 30 cm. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff Portrait J Sasse

Thomas Ruff: „Porträt (J. Sasse)“, 1984 / 2012, C-Print, limitierte Auflage 150 Exemplare, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 40 x 30 cm. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff: ''Bernd Jünger, May 1985' , C-Print, handsigniert und nummeriert en verso, Bildformat: 24 x 18 cm.

Thomas Ruff: ”Bernd Jünger, May 1985′ , 2012, C-Print, handsigniert und nummeriert en verso, limitierte Auflage 150 Exemplar, Bildformat: 24 x 18 cm. Preis auf Anfrage. Preis auf Anfrage

 

Thomas Ruff - Andere Doppelportraits 1996 2 silkscreens, each print 72 x 104 cm (28 x 40"), each signed and numbered. Edition of 40.

Thomas Ruff : ‘Andere Doppelportraits’, 1996,  2 Siebdrucke, jeweils signiert und nummeriert, lim. Auflage 4o Exemplare, Format: je 72 x 104 cm (28 x 40″). Preis auf Anfrage

Über die ‘Portrait’ – Serie von Thomas Ruff

Ganz nüchtern hat Ruff  Männer und Frauen in seinen Portraits abgelichtet: neutraler Hintergrund, hartes Licht, Lächeln unerwünscht. Ihr sozialer Kontext ist komplett ausgeblendet. Nichts Privates geben die Portraits preis. “Die innere Wahrheit einer Person kann nie in einem Bild dargestellt werden”, so Ruff. Die Ästhetik seiner Serie erinnert an gigantische Passfotos. 40 Menschen mit unbewegtem Gesicht. Manche sehen an uns vorbei, andere schauen uns an. Und wieder andere im Profil – wie auf Polizeifotos, wie Verdächtige, die identifiziert werden wollen. Thomas Ruff hat seine Generation fotografiert und diese Fotos dann zu einer Riesengrösse von über zwei Meter vergrössert. Alle Portraitierten sind in einer ähnlichen Lebenssituation wie er selbst: Studenten, die die Zukunft noch vor sich haben. Für den Künstler sind seine Bilder Dokumente des Unglaubens. “Das Vorbild für die Fotografie in meiner Generation ist nicht mehr die Wirklichkeit, sondern die Bilder, die wir von dieser Wirklichkeit kennen”, sagt er.

Thomas Ruff:” Substrat 34 I, 2007-2016″, Original C-Print, verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Bildformat: 45 x 40 cm, Blattformat: 55 x 50 cm, limitierte Auflage: 50 Exemplare.

Thomas Ruff: ”Substrat 34 I, 2007-2016″, C – Print, verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Bildformat: 45 x 40 cm, Blattformat: 55 x 50 cm, limitierte Auflage: 50 Exemplare. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff:”#Substrat 17 / 2003/2010″, Original C-Print, verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Bildformat: 42 x 32 cm, Blattformat: 50 x 40 cm, limitierte Auflage: 100 Exemplare

Thomas Ruff: ”Substrat 17 / 2003/2010″, Original C-Print, verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Bildformat: 42 x 32 cm, Blattformat: 50 x 40 cm, limitierte Auflage: 100 Exemplare. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff: ”Substrate“, 2002-2003. 8-teiliger Leparello, Digital Pigment Druck (Ditone) auf Barytpapier, en verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Gesamtformat: 32 x 200 cm, limitierte Auflage: 75 Exemplare

Thomas Ruff: ”Substrate“, 2002-2003. 8-teiliger Leparello, Digital Pigment Druck (Ditone) auf Barytpapier, en verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Gesamtformat: 32 x 200 cm, limitierte Auflage: 75 Exemplare

Thomas Ruff: ”Substrate“, 2002-2003. 8-teiliger Leparello, Digital Pigment Druck (Ditone) auf Barytpapier, en verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Gesamtformat: 32 x 200 cm, limitierte Auflage: 75 Exemplare

Thomas Ruff: ”Substrate“, 2002-2003. 8-teiliger Leparello, Digital Pigment Druck (Ditone) auf Barytpapier, en verso nummeriert und handsigniert von Thomas Ruff, Gesamtformat: 32 x 200 cm, limitierte Auflage: 75 Exemplare. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff: “Substrat Blau“, 2009, Original-Farblithografie, lim. Auflage 100 Exemplare auf Bütten, nummeriert und handsigniert. Bildformat: 62 x 60 cm, Blattformat: 100 x 68,5 cm

Thomas Ruff: “Substrat Blau“, 2009, Original-Farblithografie, lim. Auflage 100 Exemplare auf Bütten, nummeriert und handsigniert. Bildformat: 62 x 60 cm, Blattformat: 100 x 68,5 cm. Preis auf Anfrage

 

Thomas Ruff Substrate 2003 Suite of 4 ditone prints on 250 g satin paper, mounted on aluminum board (Dibond), each print 100 x 75 cm (39½ x 29½), signed and numbered. Edition of 45.

Thomas Ruff: ‘Substrate’, 2003, Serie von 4 x Ditone Drucken auf 250 g/m² Satin Papier, aufgezogen auf Alu – Dibond, signiert, nummeriert, lim. Auflage 45 Exemplare.jeder Druck im Format: 100 x 75 cm / 39½ x 29½”. Preis auf Anfrage

Über die Werkgruppe “Substratum” von Thomas Ruff

Mit der Serie Substratum bietet Thomas Ruff säure-gefärbte Denkanstöße, ein Experiment in Technik und Kunst, Fotografie und Abstraktion. Im Prozess der Herstellung seiner Substrate, hat Ruff keine Kamera, keine Negative und begibt sich in keine Dunkelkammer. Er entnimmt Bilder der japanischen Anime-und Manga aus der Unterwelt des Cyberspace und manipuliert sie in pulsierenden abstrakten Farbfeldern, um sie dann auf Fotopapier mittels eines mechanischen Druckers neu entstehen zu lassen. Zwar gibt es zahlreiche “ohne Kamera” Fotografien wie Man Ray’s Rayograms oder auch Adam Fuss’ Fotogramme. Doch sie alle kommen aus der Dunkelkammer der Physik, das sie die charakteristische fotografische Eigenschaft der Abhängigkeit von Licht in eine chemische Reaktion auslösen, um ein Bild zu erzeugen. Ruff jedoch produziert keine Negative, von denen ein Bild gedruckt wird, im Gegensatz zu diesen Künstlern, können Ruffs Bilder endlos von ihrer “Original”-Datei reproduziert werden, ohne jede Abweichung von menschlichen Fehlern beim Druckprozess. Aber mit dieser Gruppe von Bildern, die kaum als Fotografien klassifiziert werden können, scheint Ruff etwas unter der Oberfläche des Bildes zu beanspruchen. Hat Ruff in der Vergangenheit  immer gesagt, dass er nichts anderes und nichts mehr als nur die Oberfläche fotografiere, impliziert der Titel Substratum, dass er damit etwas von der Essenz, der Grundlage der Fotografie einfangen will.

 

Thomas Ruff jpegs I 2005 Set of 5 digital pigment prints (Ditone) on photo paper, 120 x 90 cm (47¼ x 35½") ea. Edition of 45, each signed and numbered on verso.

Thomas Ruff jpegs I 2005 Set of 5 digital pigment prints (Ditone) on photo paper, 120 x 90 cm (47¼ x 35½") ea. Edition of 45, each signed and numbered on verso.

Thomas Ruff jpegs I 2005 Set of 5 digital pigment prints (Ditone) on photo paper, 120 x 90 cm (47¼ x 35½") ea. Edition of 45, each signed and numbered on verso.

Thomas Ruff jpegs I 2005 Set of 5 digital pigment prints (Ditone) on photo paper, 120 x 90 cm (47¼ x 35½") ea. Edition of 45, each signed and numbered on verso.

Thomas Ruff jpegs I 2005 Set of 5 digital pigment prints (Ditone) on photo paper, 120 x 90 cm (47¼ x 35½") ea. Edition of 45, each signed and numbered on verso.

Thomas Ruff: ‘jpegs I’, 2005, Serie von 5 x Ditone Drucken auf Photopapier, jeder signiert, nummeriert en verso, lim. Auflage 45 Exemplare + e.a., Format je: 120 x 90 cm / 47¼ x 35½. Preis auf Anfrage.
Thomas Ruff jpeg ti01 / 2005/12 farbiger C-Print / Photokarton, Auflage 100 + 20 A.P.-Exemplare, en verso signiert, nummeriert, datiert; 46,3 x 32 auf 57 x 42 cm.
Thomas Ruff: ‘jpeg ti01’, 2005, 12 farbiger C-Print auf Photokarton, en verso signiert, nummeriert, datiert, lim. Auflage 100 + 20 A.P.-Exemplare, Bildformat: 46,3 x 32, Blattformat: 57 x 42 cm. Preis € 2.500,- Bestellen Sie hier!

Über die ‘jpg-Serie’ von Thomas Ruff

Thomas Ruff setzt 2004 seine Reflektionen über die technischen und bildhaften Möglichkeiten der Fotografie mit der jpg-Serie, fort. Die großformatigen, Fotoarbeiten basieren auf dem gleichnamigen Bilddatei-Komprimierungsformat, das im Internet für die Aufbereitung und Optimierung digitaler Bilder und besonders für die weltweite Verbreitung via Internet genutzt wird. Die Datenmenge des Bildes wird beim jpeg minimiert, indem alle Informationen, die man zur realitätsgetreuen Wiedergabe nicht benötigt, gelöscht werden. Dadurch entstehen Bilder mit einer groben Pixelstruktur, die im kleinen Format vom Auge gut zu erkennen sind, bei Vergrösserung allerdings unscharf werden. Ruff verwendet meist im Internet gefundene Bilder und bearbeitet sie, indem er die Rasterstruktur der Pixel intensiviert und die Bilder in einem grossen Format abziehen lässt. Die Bilder werden aus dem virtuellen in den realen Raum übertragen und ohne Kommentar, Kontext und Untertitel ausgestellt. Sie zitieren und hinterfragen so die Kommunikationsformen des globalisierten, digitalisierten Zeitalters, das von einer medialen Bildwelt bestimmt wird. Aus der Nähe betrachtet wirken die Bilder nun fast abstrakt, das Motiv verschwimmt in einem Rastermuster, erst von der Ferne aus setzen sich die Pixelmuster zu einem deutlich erkennbaren Bild zusammen. Die Reduzierung digitaler Bilder und der damit einhergehende Informationsverlust werden sichtbar. Die Motive zeigen Ereignisse und Orte aus dem weltpolitischen Geschehen wie „9/11“ oder die Explosion eines Atombomben-Versuchs, aber auch Landschaften und Ausschnitte aus der Natur wie Palmen, Seen und blühende Bäume in Korea, die ohne erkennbaren Kontext stehen.

 

Thomas Ruff zycles 2009 Set of four digital pigment prints (Ditone) on semi-transparent polyester foil, 70 x 122, 70 x 114, 70 x 62 and 70 x 54 cm (27½ x 48, 27½ x 45, 27½ x 24½ and 27½ x 21"), edition of 15, each signed and numbered.

 

Thomas Ruff zycles 2009 Set of four digital pigment prints (Ditone) on semi-transparent polyester foil, 70 x 122, 70 x 114, 70 x 62 and 70 x 54 cm (27½ x 48, 27½ x 45, 27½ x 24½ and 27½ x 21"), edition of 15, each signed and numbered. 02

 

 Thomas Ruff zycles 2009 Set of four digital pigment prints (Ditone) on semi-transparent polyester foil, 70 x 122, 70 x 114, 70 x 62 and 70 x 54 cm (27½ x 48, 27½ x 45, 27½ x 24½ and 27½ x 21"), edition of 15, each signed and numbered. 03

 

Thomas Ruff zycles 2009 Set of four digital pigment prints (Ditone) on semi-transparent polyester foil, 70 x 122, 70 x 114, 70 x 62 and 70 x 54 cm (27½ x 48, 27½ x 45, 27½ x 24½ and 27½ x 21"), edition of 15, each signed and numbered. 04

Thomas Ruff: ‘zycles’, 2009, Serie von 4 x Ditone Drucken auf semi-transparenter Polyester Folie, jeweils signiert, nummeriert en verso, lim. Auflage von 15 Exemplaren, unterschiedliche Formate: 70 x 122, 70 x 114, 70 x 62 und 70 x 54 cm, (27½ x 48, 27½ x 45, 27½ x 24½ und 27½ x 21″). Preis auf Anfrage.

Gesamtansicht:

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Thomas Ruff zycles II 2014 Set of three digital pigment prints (Ditone) on semi-transparent polyester foil; left and right image 100 x 76.7 cm each, center image 100 x 80 cm (39½ x 30¼ or 39½ x 31½ inches). Edition of 15, each signed and numbered.

Thomas Ruff: ‘zycles II’, 2014, Serie mit 3 x Ditone Drucken auf semi-transparenter Polyester Folie, jeweils signiert, nummeriert, lim. Auflage 15 Exemplare, unterschiedliche Formate, links und rechts: 100 x 76.7 cm, Mitte: 100 x 80 cm (39½ x 30¼ or 39½ x 31½ inches). Preis auf Anfrage.

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Thomas Ruff cassini/zycles 2010 Set of 3 digital pigment prints (Ditone) on photo rag paper, 85 x 68 cm (33½ x 26¾ in) each, edition of 30, each signed and numbered on verso.

Thomas Ruff: ‘cassini/zycles’, 2010, Serie von 3 x Ditone Drucken auf Photo Rag Papier, jeweils signiert en verso, nummeriert, lim. Auflage 30 Exemplare, Format je: 85 x 68 cm (33½ x 26¾ in). Preis auf Anfrage.

Über die ‘zycles – Serie’ von Thomas Ruff____________________

Die zycles-Serie von Thomas Ruff basiert auf mathematischen Berechnungen. Sie ist inspiriert durch Kupferstichtafeln aus dem 19. Jahrhundert mit Abbildungen von elektromagnetischen Feldern. Mit Hilfe von 3D-Computersoftware überträgt Ruff die algebraische Formel eines Zykloiden durch abstrahierende Verdrehung in die Zweidimensionalität des Printmediums. Der dabei entstehende Raum scheint durch die fehlenden Referenzpunkte unendlich und lädt den Betrachter zu einer spielerischen und sinnlichen Ergründung ein. “Die Wirklichkeit vor der Kamera ist Wirklichkeit ersten Grades, die Abbildung der Wirklichkeit vor der Kamera ist Wirklichkeit zweiten Grades, danach gibt es alle möglichen Abstufungen und Verfälschungen,” sagt Thomas Ruff.
Thomas Ruff - Cassini 13, 2009, C-print, signed on verso, edition of 6, 115.9 x 115.9 x 4.4 cm 45.62 x 45.62 x 1.75 in
Thomas Ruff – Cassini 13, 2009, C-print, signiert, nummeriert en verso, lim. Auflage 6 Exemplare, Format: 115.9 x 115.9 x 4.4 cm / 45.62 x 45.62 x 1.75 in. Preis auf Anfrage.

THOMAS RUFF cassini 15, 2009 c-print edition of 6 + 2 AP framed 108.5 x 108.5 cm (42 3/4 x 42 3/4 in.) signed, dated and numbered versoThomas Ruff: ‘cassini 15′, 2009, C-print im Rahmen, signiert, nummeriert, lim. Auflage 6 Exemplare + 2 e.a., Format im edlen dunklen Holzrahmen, glasiert: 108.5 x 108.5 cm / 42 3/4 x 42 3/4 in. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff casini 26Thomas Ruff: ‘cassini 26′, 2009, C-print im Rahmen, signiert, nummeriert, lim. Auflage 6 Exemplare + 2 e.a., Format im edlen dunklen Holzrahmen, glasiert: 108 x 108 cm / 42 1/2 x 42 1/2 in.  Preis auf Anfrage

Über die Serie ‘cassini’ von Thomas Ruff

Als Vorlage der Reihe cassini dient Thomas Ruff Bildmaterial der Weltraumbehörde NASA vom Planeten Saturn und seiner Monde, aufgenommen von der Raumsonde Cassini. Ruff unterzieht diese einer digitalen Bearbeitung, verändert Farben und manipuliert die Bilder. Der menschliche Blick dringt so in Räume vor, in welche der menschliche Körper nie gelangen könnte. Thomas Ruff bläst Ausschnitte davon auf, manipuliert und koloriert sie und verschärft damit Manipulationsabläufe, welchen die Aufnahmen bereits auf der NASA Website unterworfen sind. Doch die verführerischen, flächigen Oberflächen dieser Weltraumbilder haben ihre Tücken darin, zu sehr in einen ästhetisierenden Blick zu geraten. Vom „realen“ Bild hat Thomas Ruff hier den Schritt zum abstrakten Bild gemacht.

Thomas Ruff Negative I 2016 Digital pigment print, on rag paper, 70 x 100 cm (25½ x 39½ in.), edition of 40, signed and numbered on verso.

Thomas Ruff:  ‘Negative I’, 2016, Ditone Druck auf Rag Papier, signiert und nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Format: 70 x 100 cm / 25½ x 39½ in. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff Negative II 2016 Digital pigment print, on rag paper, 70 x 100 cm (25½ x 39½ in.), edition of 40, signed and numbered on verso.

Thomas Ruff:  ‘Negative II’, 2016, Ditone Druck auf Rag Papier, signiert und nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Format: 70 x 100 cm / 25½ x 39½ in. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff - neg◊bal_01, 2014, C-print, signed, numbered, edition of 8, size: 27 4/5 × 23 4/5 in, 70.5 × 60.5 cm

Thomas Ruff: ‘neg◊bal_01’, 2014, C-print, signiert, nummeriert, lim. Auflage 8 Exemplare, Format: 70.5 × 60.5 cm / 27 4/5 × 23 4/5in. Preis auf Anfrage

Thomas Ruff - neg◊jap_01, 2014, C-print, signed, numbered, edition of 8, size: 27 4/5 × 23 4/5 in, 70.5 × 60.5 cm

Thomas Ruff: ‘neg◊jap_01’, 2014, C-print, signiert, nummeriert, lim. Auflage 8 Exemplare, Format: 70.5 × 60.5 cm / 27 4/5 × 23 4/5in. Preis auf Anfrage

Über die Werkgruppe ‘Negative’ von Thomas Ruff

Auch in seiner jüngsten Serie „Negative“ experimentiert Ruff wieder mit einem fast vergessenen historischen Bildverfahren. Er stieß in seiner eigenen Sammlung auf Fotografien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Akte, prunkvolle Maharadschas der Kolonialzeit, repräsentative Künstlerateliers. Das Bildverfahren der Cyanotypie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als Antwort auf die Daguerreotypie und Talbotypie. Zur Herstellung der Abzüge wurde Eisen statt Silber verwendet, was die typisch blaue Cyanfärbung zur Folge hatte. Ruff erreicht den Effekt, indem er Positivbilder digital zurück ins Negativ invertiert. Der bräunliche Farbton der Schwarz-Weiß-Fotos geht dabei in einen Blauton über. „Wir haben das Negativ nie angeschaut und immer nur ins Labor gegeben“, sagt Ruff. Es sei „mal wieder Zeit gewesen“, das zu ändern. Es sind die klassische Genres der Wirklichkeitswiedergabe, die bis zum Auftauchen der Fotografie dem Produktionsbereich der Malerei oblagen.

Thomas Ruff - phg 2014, Five chromogenic color prints, mounted on aluminum board (Dibond), each 74 x 58 cm (29 x 23 in.) Edition of 40, each signed and numbered on verso.

 

Thomas Ruff phg 2014 Five chromogenic color prints, mounted on aluminum board (Dibond), each 74 x 58 cm (29 x 23 in.) Edition of 40, each signed and numbered on verso.

 

Thomas Ruff phg 2014 Five chromogenic color prints, mounted on aluminum board (Dibond), each 74 x 58 cm (29 x 23 in.) Edition of 40, each signed and numbered on verso.

 

Thomas Ruff phg 2014 Five chromogenic color prints, mounted on aluminum board (Dibond), each 74 x 58 cm (29 x 23 in.) Edition of 40, each signed and numbered on verso.Thomas Ruff phg 2014 Five chromogenic color prints, mounted on aluminum board (Dibond), each 74 x 58 cm (29 x 23 in.) Edition of 40, each signed and numbered on verso.

 

Thomas Ruff phg 2014 Five chromogenic color prints, mounted on aluminum board (Dibond), each 74 x 58 cm (29 x 23 in.) Edition of 40, each signed and numbered on verso.

Thomas Ruff : ‘phg’, 2014, Serie mit 5 x  C- print auf Alu – Dibond aufgezogen, jeweils signiert, nummeriert en verso, lim. Auflage 40 Exemplare, Format: 74 x 58 cm / 29 x 23 in. Preis auf Anfrage

 

Über die Werkgruppe ‘Photograms / phg’ von Thomas Ruff

Thomas Ruffs seit 2012 entstehende Serie “phg” (photograms) entsteht in Fortsetzung seiner sich konsequent von der klassischen Fotografie weiter entwickelnden Technik auf vollständig digitale Weise. Inspiration lieferte die in den 1920er Jahren durch die Surrealisten bekannt gewordene Photogrammtechnik, bei der ohne Verwendung einer Kamera in Handarbeit durch direkte Belichtung von Objekten Schwarz-Weiß-Motive entstehen. Eine nach Künstlerwunsch entwickelte 3D Software versetzt Thomas Ruff nun in die Lage, Photogramme quasi als digitales Faksimile auch für große Formate zu verwirklichen und dabei Farben einzusetzen. Dies geschieht auf verschiedene Weise, so steht das Kürzel “s.” im Titel einer Arbeit beispielsweise für “solarisiert” (überbelichtet), “ch.” für “chromatisch”, d.h. das farbige Licht sitzt auf dem Objekt selbst. Was entsteht sind vielfältige frei schwingende Formen, Kreise, Wellen, Linien und Flächen von gedeckter Farbigkeit in Kompositionen, die an die Malerei der 1920er Jahre erinnern, aber über ihre eigene, in das 21. Jahrhundert weisende Ästhetik verfügen. Anfang des 20. Jahrhunderts haben Künstler wie Man Ray, Moholy Nagy oder Christian Schad mit Photogrammen experimentiert: Ihr Ziel war es, Schwarz-Weiß-Fotos ohne Kamera zu machen. Sie arrangierten Gegenstände wie Gläser oder Kugeln auf lichtempfindlichem Papier und belichteten sie. Thomas Ruff”s Idee, Fotogramme am Computer zu produzieren liess sich ab er nur mittels der Superrechner des Forschungszentrums in Jülich, realisieren. Er konnte dort 15 Bilder in vier Monaten rechnen lassen. “Der Reiz am Fotogramm: Es ist Fotografie, keine Objekte, was auf den Bildern zu sehen ist, ist nur der Schatten. Es ist ein bisschen wie in Platons Höhle, wo man nur erahnen kann, wie die Objekte, eben auch hier”, sagt der Künstler. Ruffs Ehrgeiz war es, in der virtuellen Dunkelkammer nicht nur großformatige, sondern auch farbige Formate herzustellen. Es entstehen abstrakte Farbspielereien. Von der Linie bis zur kristallinen Struktur. Die Bandbreite der Bilder ist enorm: “Wahrscheinlich denken sie, sie sehen auf Linsen, aber die Linsen sind nicht sichtbar. Es ist nur die Lichtbrechung. Wie wir wahrnehmen, darum geht es natürlich und wie viel Illusionismus in der Fotografie ist und wie unser Bewusstsein permanent daran glaubt.”

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Literatur: Thomas Ruff, de David Campany (Auteur), Cameron Foote (Auteur), 2017. –  Capture à l’oeil nu de Thomas Ruff, avril 2016. –  Thomas Ruff: Works 1979-2011 de Thomas Weski (Auteur), Okwui Enwezor (Auteur),  mars 2012. – Thomas Ruff: Illusion parfaite, Quadrillage, France, 2010.  – Cruel and Tender. London: Tate Publishing, 2003.  – Eberswalde Library: Herzog & de Meuron. London: AA Publications, 2000. –  Porträts. Velbert: Museen der Stadt, 1988.  – Thomas Ruff. Munich: Goethe Institute, 1989.  – Thomas Ruff. Frankfurt am Main: Museum fur Moderne Kunst, 1992.  – Thomas Ruff: Andere Porträts + 3D. Germany: Cantz, 1995.  – Thomas Ruff  Nudes. New York: Harry N. Abrams, 2003.