Robert Capa – der entscheidende Augenblick

Robert Capa: "Death of a loyalist soldier, Spain", 1936Robert Capa: “Death of a loyalist soldier, Spain”, 1936. Silver Gelatine Abzug, gedruckt 1985, Künstler-Stempel und Anmerkuneg in Beleistift und schwarzer Tinte en verso. Signiert von Cornell Capa. Format: 35.3 x 28 cm. Preis auf Anfrage – Klicken sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

“Am 5. September 1936 fährt Robert Capa mit seiner Geliebten Gerda Taro an die Front in der Nähe des Dorfes Cerro Muriano, wo die Columna Alcoyana eine Artilleriestellung der Republikaner verteidigt. Die Lage ist ruhig, und die Milizionäre, unter ihnen der junge Arbeiter Federico Borrell Garcia, posieren für Capas Kamera. Capa rennt neben ihnen her und schießt seine Bilder, während die Soldaten über ein Stoppelfeld laufen, ihre Gewehre anlegen und feuern. Sie springen über ein trockenes Flussbett und drehen sich einzeln in Siegerpose zur Kamera. Doch die Schüsse alarmieren die faschistischen Truppen. Als Federico Borrell Garcia springt und sich zu Capa umdreht, trifft ihn ein Schuss in den Kopf. Er ist sofort tot. Er hat den Tod fotografiert, hieß es später. Das Foto wurde eine Ikone des Krieges und machte Capa weltberühmt”. (Auszug aus: Heinz-Joachim Simon: Robert Capa – Hemingways Geschichte, AmberHouse).

Diese legendäre Aufnahme eines tödlich getroffenen spanischen Freiheitskämpfers machte Robert Capa (* 22. Oktober 1913 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 25. Mai 1954 in Thai-Binh, Französisch-Indochina) schlagartig weltberühmt. Wie kein anderer vermochte er dem Schrecken des Krieges in der Fotografie Ausdruck zu verleihen. Fast alle Werke Capas gelten als Ikonen der Bildberichterstattung und sind einflussreiche Zeugnisse der Mediengeschichte. Ihm zu Ehren stiftete der Overseas Press Club of America 1955 die Robert Capa Gold Medal, mit der jährlich die beste Fotoreportage ausgezeichnet wird, die besonderen Mut und Unternehmensgeist erfordert. Aber Capa war nicht nur einer der besten Fotografen der Welt, der kein Risiko scheute, um das Grauen aus nächster Nähe zu dokumentieren, sondern er war auch ein Lebemann, der in den Künstlerszenen von Madrid, Paris und London verkehrte. Paris blieb auch, nachdem er in die USA emigriert war, der Dreh- und Angelpunkt seines Lebens.

 

Robert Capa Picasso and Francoise Gilot, France, 1951

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Robert Capa: “Picasso und Françoise Gilot”, France, 1951, Gelatine Silver Print, Abzug von 1989, Original Magnum Photo mit Stempel von Robert Capa Estate / Magnum Photoagentur en verso, diverse Formate verfügbar ( z.B. 61 x 50,8 cm). Das Foto zeigt Françoise Gilot, die mit Picasso von 1943 an zehn Jahre lang zusammen lebte, sowie Pablo Picasso und Javier Vilato (ein Neffe Picassos) am Strand von Golfe-Juan, France, Cote d’Azur, 1951. Auch als Posterdruck erhältlich. Preis-/Bestellanfrage – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

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Capa war war einer der besten Fotografen der Welt, und er war auch ein obsessiver Spieler, ein Abenteurer, ein Bonvivant und Liebhaber schöner Frauen. Der Mitbegründer der berühmten Fotoagentur Magnum dokumentierte die Schrecken des modernen Krieges aus nächster Nähe und scheute dabei kein Risiko. Er lebte ein außergewöhnliches, gefährliches und atemlosen Leben. »Für mich trug Capa das glitzernde Kostüm des Matadors, doch das Töten überließ er anderen; er war ein großartiger Spieler, der wie ein Wirbelwind für sich und andere kämpfte. Das Schicksal ließ sich nicht davon abbringen, ihn auf der Höhe seines Ruhmes zu fällen”, sagte Henri Cartier-Bresson über ihn.

Robert Capa war einer der Mitbegründer der Magnum Photoagetur, und ist bis heute eines seiner Idole und Vorbilder für die heutigen Fotografen geblieben. »Dass wir uns ein Bild von der Welt machen können, ist Hybris und Versprechen der Agentur Magnum und all der Fotografen, die seit mehr als 60 Jahren für sie die Welt bereisen. Zwischen der Ästhetisierung des Schreckens und der Wucht ihrer moralischen Botschaft versuchen die Magnum-Fotografen einen Weg zu finden, der sie nicht in selbst verschuldete Klassizität abgleiten lässt. Dem Schatten der stilprägenden ikonografischen Idole wie Robert Capa, Elliott Erwitt oder Philippe Halsman will eine neue Generation mit mehr Alltag, mehr Leere, mehr Farbe entkommen: Jonas Bendiksen, Alex Majoli, Trente Parke heißen die jungen Stars der Magnum Photagentur heute. Sie sterben viel und lieben selten, dafür aber heftig. Was am Ende bleibt, ist die schöne, große Magnum-Botschaft: die Feier des Menschen, als strampelnde, schwitzende, würdevolle Kreatur.

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