Martin Kippenberger – "In der Kunst macht man keine dummen Scherze"

"Portrait Martin Kippenberger" - Kunstdruck von Hans Peter Kohlhaas, 40 x 50 cm

 “Portrait Martin Kippenberger” –  Kunstdruck von Hans Peter Kohlhaas, 40 x 50 cm. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!
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Martin Kippenberger (1953 – 1997 ) wäre in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass widmet der Hamburger Bahnhof, Berlin, dem Künstler bis zum 18. August 2013 eine umfangreiche Ausstellung. KLICKEN SIE HIE! Kippenberger entwarf seine eigene Theorie und zerschlug sie wiederum sofort in Stücke. Die Skepsis war sein Instrument. Eine außergewöhnliche 20-jährige Karriere, in denen er alle Kunstformen aufgriff – ob Malerei oder Skulptur, Papierarbeiten, Installationen, Photographien, Poster, Postkarten, Bücher und Musik. Seine Werke erzielen stetig steigende Preise und er zählt mit Gerhard Richter und Andreas Gursky zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern der Gegenwartskunst.
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“In der Kunst macht man keine dummen Scherze” (Martin Kippenberger, 1953 – 1997 ). Kippenberger hat seine Arbeit seit den späten 70er Jahren als Schnittpunkt künstlerischer Zusammenhänge und zirkulierender Ideen konzipiert. In der für ihn typischen Mischung aus Feinheit und äußerster Grobheit ließ er dabei nur wenige Probleme und Verfahren in der Kunst des 20. Jahrhunderts unberührt. Durch die postmoderne Disposition hindurch – Referentialität, Kommunikativität, Humor, Körperpolitik – hat er die künstlerischen Fragestellungen des späten 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation erfaßt und in komplexe Kommunikationsstrukturen übersetzt. Ausgehend von einer rezeptionsgeschichtlichen Rekonstruktion räumt der Autor vorherrschende Mißverständnisse (“Zynismus”) aus und nimmt die konzeptuelle Dimension von Martin Kippenbergers Werk in den Blick. Seine Analyse macht diesen als einen materialistischen Künstler erkennbar, dessen Praxis aus einem unentwegten Spiel zwischen Verschiebung, Kommentar und Geste bestand.

Martin Kippenberger

Martin Kippenberger:” Schlecht belegte Studentenpizza gepollockt”, 1993, Original- Holzskulptur, signiert, nummeriert, lim. Auflage 28 Exemplare, Format: 22 x 30 x 2,5 cm. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!
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Martin Kippenberger: "Eierfrau", 1996, Aquatinta, Radierung, gestempelt vom Nachlass Martin Kippenberger (Estate), Format: 57 x 44 cm, lim. Auflage 24 + 6 AP.
Martin Kippenberger: “Eierfrau”, 1996, Aquatinta, Radierung, gestempelt vom Nachlass Martin Kippenberger (Estate), Format: 57 x 44 cm, lim. Auflage 24 + 6 AP. – Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!
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Martin Kippenberger Mutti hol mich von der Zeche, ich kann das Schwatte nicht mehr sehn 1983

Martin Kippenberger: “Mutti hol mich von der Zeche, ich kann das Schwatte nicht mehr sehn”, 1983, signierte Collage auf bedruckter Kunststoffplatte sowie einer bedruckten Plexiglasplatte auf Farbserigraphie in Gold, Schwarz, Grau und Rot auf Karton, limitierte Auflage 25 unikatäre Exemplare, signiert, nummeriert und datiert. Blattgröße 61 x 80 cm. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!

 

Martin Kippenberger: "Happy to be gay", 1997, Offsetdruck, drucksigniert, Format: 84 x 69 cm

Martin Kippenberger: “Happy to be gay”, 1997, Offsetdruck, drucksigniert, Format: 84 x 69 cm. Preis auf Anfrage – Klicken Sie hier!

MARTIN KIPPENBERGER ohne Titel, Original-Lithografie, signiert________________________________________

Martin Kippenberger:” Ohne Titel”, 1990, Original-Lithografie, handsigniert, Format: 80 x 60 cm. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!

 

Martin Kippenberger:"Alle Menschen sind gleich", 1983

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Martin Kippenberger:“Alle Menschen sind gleich”, 1983, Collage auf Farbserigraphie, hellgrüner Chromoluxkarton, Auflage 25, in den Collage-Elementen unterschiedlich gestaltete Exemplare, signiert, numeriert und datiert; 67 x 57,3 auf 80 x 61 cm. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!

Martin Kippenberger:"Wall Street", 1993Martin Kippenberger:“Wall Street”, 1993, Farboffsetlithographie auf  Karton, handsigniert, limitierte Auflage 100 + 10 E.A. und 20 Künstlerexemplare, hier Künstlerexemplar, handsigniert, monogrammiert und datiert; 55,6 x 60,2 cm. Die Graphik ist der Beitrag Kippenbergers zur “J.F.K.-Mappe” mit Arbeiten von Droese, Dahn, Sonderborg, Trockel, Piene u.a., herausgegeben vom PCC, Köln, 1993. Tadelloser Zustand. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!

Martin Kippenberger Sei nett zu den Leuten auf dem Weg nach oben ... 1984

 

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Martin Kippenberger: “Sei nett zu den Leuten auf dem Weg nach oben”, 1984, Collage auf Farboffsetlithographie / Karton, Unikat; 23 x 15 auf 27,8 x 20,8 cm. Mehr Information und Preisanfrage – Klicken Sie hier!

 

Martin Kippenberger: "Erhard Klein vollkonzentriert", 1983____________________________________________________

 

Martin Kippenberger: “Erhard Klein vollkonzentriert”, 1983, Gemeinschaftsarbeit mit Albert Oehlen: Einladungskarte, verso mit einem blauen Stempaufdruck versehen, Auflage 100 Exemplare, hier Exemplar 44/100, von beiden Künstlern signiert und numeriert; 10,7 x 14,8 cm. Andruck der Einladungskarte zur Ausstellung der beiden Künstler in der Galerie Erhard Klein, Bonn, 1983. Beigegeben die unsignierte Einladungskarte. Mehr Information und Preisanfragen – Klicken Sie hier!

 

 

Martin Kippenberger Unser Mann aus Lambarene 1983____________________________________________________________

Martin Kippenberger: Unser Mann aus Lambarene, 1983, Collage aus farbig bedruckter orangener PVC-Folie und grün bedruckter Kunststoffolie mit verschieden farbigen Klebebändern auf Büttenkarton, lim. Auflage 25 unikatäre Exemplare, signiert, nummeriert und datiert; 70 x 53 auf 79,5 x 60,4 cm. Mehr Information und Preisanfragen – Klicken Sie hier!
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Martin Kippenberger Wie kann ich Geld sparen, wenn ich keins habe 1983
Martin Kippenberger: “Wie kann ich Geld sparen, wenn ich keins habe”, 1983, HANDSIGNIERTE Collage aus 2 Farbserigraphien, eine davon auf Graupappe genäht, limitierte Auflage 25 Exemplare, signiert, numeriert und datiert; Blattgröße 61 x 80 cm. Mehr Information und Preisanfrage – Klicken Sie hier!
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Martin Kippenberger - Ohne Titel (Heavy Burschi), Offsetdruck, 65 x 50
Martin Kippenberger: “Ohne Titel (Heavy Burschi)”, Offsetdruck, unsigniert, Format: 65 x 50. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!
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Martin Kippenberger: "Ohne Titel (aus Serie Jacqueline)", Offsetdruck, 65 x 50
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Martin Kippenberger: “Ohne Titel (aus Serie Jacqueline)”, Offsetdruck, unsigniert, Format: 65 x 50 cm. Preis auf Anfrage: Klicken Sie hier!
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Kippenberger ist ein Spezialfall in der Welt der Kunst. Sein Leben und seine Arbeiten waren untrennbar verbunden mit seiner künstlerischen Praxis, die sich um die Rolle des Künstlers in der ihn umgebenden Kultur und innerhalb des Kunstsystems drehte. Kippenberg inszenierte sich selbst – als Impressario, Entertainer, Kurator, Bohemien, Sammler, Architekt und Verleger. Er sammelte Kunst, gründete Bekleidungsunternehmen und Nachtclubs. “Einen eigenen Stil finden, daran hat es bei mir gehapert, bis mir auffiel, daß stillos zu sein, auch ein Stil ist, und den habe ich dann verfolgt” (Martin Kippenberger).

Martin Kippenberger hat seine Arbeit seit den späten 70er Jahren als Schnittpunkt künstlerischer Zusammenhänge und zirkulierender Ideen konzipiert. In der für ihn typischen Mischung aus Feinheit und äußerster Grobheit ließ er dabei nur wenige Probleme und Verfahren in der Kunst des 20. Jahrhunderts unberührt. Durch die postmoderne Disposition hindurch – Referentialität, Kommunikativität, Humor, Körperpolitik – hat er die künstlerischen Fragestellungen des späten 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation erfaßt und in komplexe Kommunikationsstrukturen übersetzt. Ausgehend von einer rezeptionsgeschichtlichen Rekonstruktion räumt der Autor vorherrschende Mißverständnisse (“Zynismus”) aus und nimmt die konzeptuelle Dimension von Martin Kippenbergers Werk in den Blick. Seine Analyse macht diesen als einen materialistischen Künstler erkennbar, dessen Praxis aus einem unentwegten Spiel zwischen Verschiebung, Kommentar und Geste bestand.  ____________________________

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Kippenberger zählt nach wie vor zu den gefragtesten deutschen Künstlern der Gegenwartskunst. Bei der Auktion am 11.o2.2010 bei Christies in London erzielten Martin Kippenbergers ”Fliegender Tanga (Flying Tanga), 1983, $3.523.725. Sein ”Untitled”, von 1983: $1.127.592. Sein ”Die Verbreitung der Mittelmässigkeit (The Spread of Mediocrity), 1994, $1.326.248 und schließlich sein ”Dinosaurierei”, von 1996, $1.226.700. (03/2010 Sotheby’s Amsterdam). Alle vier Kippenberger Gemälde haben je ein Ergebnis von über $1Million erzielen können, damit haben seine Werke bereits 70% der in 2010 erzielten Verkaufsergebnisse in den ersten 6 Monaten des Jahres erreicht.
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Literaturhinweise: Martin Kippenberger. Von Manfred Hermes. Katalog, Köln, 2005. – (my private) Heroes. Katalogbuch, Marta Herford 2005. – 60 Jahre – 60 Werke. Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 2009 Katalog, Berlin 2009. – Kippenberger Meets Picasso. Hg. Eva Meyer-Hermann. Katalog, Picasso Museum Malaga 2011. – Kippenberger Texte von Thomas Groetz u.a. Katalog, Madrid 2004. – »Lieber Maler, male mir…« Radikaler Realismus nach Picabia. Katalog, Paris, Wien, Frankfurt 2002/03.


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Biographische Daten

Martin Kippenberger, * 1953 in Dortmund, † 1997 in Wien

1956 Übersiedlung der Familie nach Essen, sechsjährige Schulbildung im Schwarzwald

1968 Abbruch der schulischen Laufbahn, Beginn einer Dekorateurslehre in einem Bekleidungshaus

1969 Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Reise nach Skandinavien

1970 Therapieaufenthalt auf einem Bauernhof bei Hamburg

1971 Übersiedlung nach Hamburg

1972 Beginn des Studiums der Bildenden Kunst bei Rudolf Hausner, nach einigen Semestern Abbruch des Studiums

1976 Übersiedlung nach Florenz. Es entstehen erste Tafelbilder in Schwarz-Weiß

1977 Rückkehr nach Hamburg. Erste Einzelausstellung mit den Bildern aus Florzen in der Zimmergalerie Petersen. Bekanntschaft mit Werner Büttner und Albert Oehlen.

1978 Übersiedlung nach Berlin, wo er das »Kippenberger Büro« gründet. Er wird Geschäftsführer des legendären S.O.36 wird. Er organisiert dort Konzerte, u.a. mit Iggy Pop, Adam and the Ants, Wire sowie Filmfestivals und Ausstellungen

1979 Kippenberger lernt seinen späteren Galeristen Max Hetzler kennen. Reise nach Amerika

1980 Übersiedlung nach Paris. Arbeitet an seinem ersten Roman

1981 Reise nach Siena, anschließender Arbeitsaufenthalt im Schwarzwald und in Stuttgart. Es entstehen erste farbige Bildserien

1982 Gemeinschaftsarbeiten mit Albert Oehlen. Lernt Günter Förg kennen

1983 Fester Wohnsitz Köln. Lebt mit Albert ein halbes Jahr in der Nähe von Wien. In Wien lernt er Martin Prinzhorn kennen

1984 Gemeinschaftsausstellung mit Werner Büttner und Albert Oehlen im Museum Folkwang Essen

1985 Kuraufenthalt in Belgien. Erste Photoarbeiten werden in der CCD Galerie in Düsseldorf gezeigt

1986 Erste umfassende Museumsausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

1987 Erste Ausstellung in Frankreich. Skulpturenausstellung in der Galerie Max Hetzler, Köln

1988 Umzug nach Spanien mit Albert Oehlen nach Sevilla, Madrid

1989 Umzug nach Los Angeles

1990 Kippenberger beginnt verstärkt, zeitgenössische amerikanische Künstler zu sammeln

1991 Erste Einzelausstellung im Museum of Modern Art, San Francisco. Gastprofessur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt a. M.

1997 Tod Kippenbergers in Wien

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