Gustav Klimt – erotische Zeichnungen und Aktstudien (Teil 1)

Gustav Klimt: ‘Auf dem Bauch Liegende’, 1909/10, Bleistift, roter und blauer Farbstift, auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt Liegende Mänade

Gustav Klimt: “Weiblicher Akt (I)”, um 1886–1888, Format: 28,7 × 42,5 cm, Kreide, auf Papier, Aufbewahrungsort Original: Wien, Grafische Sammlung Albertina (Aktstudie für die Figur der Julia im Deckengemälde »Theater Shakespeares« rechten Stiegenhauses Wiener Burgtheaters). Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt nach links liegender Akt 1907, Rötel auf Papier

Gustav Klimt: ‘Nach links liegender Akt’, 1907, Rötel auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Gustav Klimt: “Liegender Akt”, 1912-13,  Roter Farbstift. Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Die hier gezeigten Aktstudien umfassen einen Zeitraum von 1888  bis 1917 und können nicht immer einem bestimmten Gemälde zugeordnet werden. Die technische Brillanz der Zeichnungen, mit Bleistift oder Kreide ausgeführt, häufig gesellt sich Rot zu den überwiegend blauen oder schwarzen Linien, ist ebenso atemberaubend wie die Delikatesse der Posen. Sie erinnert nicht von ungefähr an die Aktzeichnungen Bouchers und Watteaus; und Klimt steht diesen Meistern des 18. Jahrhunderts kaum nach; auch Bouchers Aktzeichnungen übertreffen bei weitem die Qualität seiner Gemälde.

Im Anschluss an sein Hauptwerk „Jungfrau“ (1913), das durch zahllose Studien vorbereitet wurde, widmete Klimt sich weiterhin dem weiblichen Sinnes- und Seelenleben. In seinen Studien nach weiblichen Modellen entfaltete er eine große Spannweite an Typen, Temperamenten, Stimmungen und Stadien des erotischen Bewusstseins – vom Traum bis zur allerhöchsten Ekstase. Die kreisende Gesamtbewegung der Frauengestalten im Gemälde „Jungfrau“ fand ihre Fortsetzung in zahllosen Experimenten mit komplizierten Stellungen. So ließ Klimt seine Modelle in schrägen oder gewundenen Körperhaltungen wie auch in Zickzacklagen posieren, wie die in sich ruhende, verträumte Frauengestalt der hier im Anschluss gezeigten Studien. Wie in vielen Blättern dieser Phase treten hier die Gesäßpartie und die nackten, angezogenen Schenkel besonders hervor. Charakteristisch ist zudem das Spannungsverhältnis zwischen dem Leerraum im unterenBereich und der dichten, perspektivisch komplexen „Architektur“ der ganz oben positionierten Gestalt, die mehr zu schweben als zu liegen scheint. Auch in unserem Fall fügen sich Stellung und Bewegungen des Modells einer raumbezogenen Ordnung; dennoch vermittelt die Dargestellte eine natürliche Gelöstheit. In dieser späteren Phase werden die Modelle weder ästhetisierend wiedergegeben, noch einer idealen Stilisierung unterworfen, wie in Zeiten der frühen Secession oder des „Goldenen Stils“. In Bezug auf die typologische Vielfalt, die realitätsbezogene Darstellungsweise und die komplexen Stellungen seiner Frauengestalten wurde Klimt mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit durch zeitgenössische Aktfotos angeregt, wie neulich aufgedeckt werden konnte.

KLIMT, Gustav Klimt,. LIEGENDE MIT ANGEWINKELTEN ARMEN, 1916/17 Bleistift auf chamoisfarbenem Simili-Japanpapier, 372 x 565 mm Signiert rechts unten: GUSTAV | KLIMT Die Zeichnung wird in den Nachtrag des Klimt–Werkverzeichnisses von Marian Bisanz–Prakken / Albertina, Wien aufgenommen.

Gustav Klimt: ‘LIEGENDE MIT ANGEWINKELTEN ARMEN’, 1916/17, Bleistift auf chamoisfarbenem Simili-Japanpapier, 372 x 565 mm, signiert rechts unten. Hier als Kunstdruck angeboten, verschiedene Formate. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt: "Studie zu Danae", 1907, Bleistift auf Papier

Gustav Klimt: “Studie zu Danae”, 1907, Bleistift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Gustav Klimt: ‘Auf dem Bauch liegender weiblicher Akt, 1910, Buntstift auf Papier, Serge Sabarsky Collection, New York. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt: “Akt mit geöffneten Beinen”, 1912, Buntstift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt -LIEGENDER AKT NACH LINKS, DAS LINKE BEIN AUFGESTELLT, 1916/17 Bleistift auf chamoisfarbenem Simili-Japanpapier, 361 x 562 mm Bezeichnet unten links mit Feder in Braun: Nachlass meines Bruders Gustav | Hermine Klimt

Gustav Klimt: ‘LIEGENDER AKT NACH LINKS, DAS LINKE BEIN AUFGESTELLT’, 1916/17, Bleistift auf chamoisfarbenem Simili-Japanpapier. Bezeichnet unten links mit Feder in Braun: Nachlass meines Bruders Gustav, Hermine Klimt. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt, AUFGESTÜTZT LIEGENDE MIT HOCHGERAFFTEM KLEID, 1908/09, Blauer Farbstift auf Papier, 368 x 557 mm Verso: STEHENDE MIT ERHOBENEM LINKEN ARM, 1906/07 Roter Farbstift auf Papier, 368 x 557 mm Verso: Nachlassstempel

Gustav Klimt: “Aufgestützt Liegende mit hochgerafftem Kleid”, 1908-09, blauer Farbstift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen FormatenAnfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt: "Auf dem Rücken mit hochgezogenem Hemd Liegende", 1912, Bleistift auf Papier

Gustav Klimt: “Auf dem Rücken Liegende mit hochgezogenem Hemd “, 1912, Bleistift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt, Halbakt mit gegraetschten Beinen sitzender Halbakt 1910

Gustav Klimt: ‘Mit gegrätschten Beinen sitzender Halbakt’, 1910, Buntstift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt, Liegender weiblicher Halbakt mit aufgestelltem rechtem Bein, 1905

Gustav Klimt: “Liegender weiblicher Halbakt mit aufgestelltem rechtem Bein”, 1905, Bleistift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt Liegender weiblicher Halbakt, den Kopf in die Beuge des linken Armes gelegt, 1905

Gustav Klimt: “Liegender weiblicher Halbakt, den Kopf in die Beuge des linken Armes gelegt”, 1905, Bleistift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt: 'WEIBLICHER AKT, AUFGESTÜTZT LIEGEND' 1908/09, Blauer Farbstift auf Papier, 37 x 56 cm

Gustav Klimt: ‘WEIBLICHER AKT, AUFGESTÜTZT LIEGEND’ 1908/09Blauer Farbstift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt, Schreitender Mädchenakt, 1912, Buntstifte auf Papier

Gustav Klimt: ‘Schreitender Mädchenakt’, 1912, Buntstifte auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Stehender Halbakt von vorne mit erhobenen Unterarmen 1917

Gustav Klimt: “Stehender Halbakt von vorne mit erhobenen Unterarmen” 1917″, Buntstifte auf Japanpapier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt, NACH RECHTS SCHREITENDER MÄDCHENAKT, 1906/07 Bleistift auf Papier, 560 x 368 mm

Gustav Klimt: ‘NACH RECHTS SCHREITENDER MÄDCHENAKT’, 1906/07,  Bleistift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Preis auf Anfrage: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt Nach vorne stehender Akt 1907

Gutav Klimt: ‘Nach vorne stehender Akt’ 1907, schwarze Kreide auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Gustav Klimt Sitzende mit Hut, der das Gesicht verdeckt 1911

Gustav Klimt: ‘Sitzende mit Hut, der das Gesicht verdeckt’. 1911, Bleistift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Gustav Klimt:"Liegender Halbakt nach rechts", 1914/15, Buntstifte auf Papier

Gustav Klimt:”Liegender Halbakt nach rechts”, 1914/15, Buntstifte auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Gustav Klimt, 1916-17, Liegende Frau in Dessous, Graphit und weiss auf Papier, Leopold Museum, Wien

Gustav Klimt: ‘Liegende Frau in Dessous’, 1916-17,  Graphit und weiss auf Papier, Leopold Museum, Wien. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Gustav Klimt, Schwangere Frau nach rechts schauend, 1910, Buntstift auf Paipier

Gustav Klimt: ‘Schwangere Frau nach rechts schauend’, 1910, Buntstift auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Gustav Klimt, ca. 1902, Stehende Schwangere im Profil, mit Wiederholung der Figur Studie für Die Hoffnung , Schwarze Kreide

Gustav Klimt: ‘Stehende Schwangere im Profil, mit Wiederholung der Figur Studie für Die Hoffnung’, ca. 1902, Schwarze Kreide auf Papier. Als Kunstdruck in verschiedenen Formaten. Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Wie bei wenigen Künstlern seiner Zeit schienen bei Klimt Leben und Kunst eine Einheit zu bilden. Person und Werk einander zu entsprechen. Verkörperte sich in Klimt nicht auf das vollkommenste die Idee des Gesamtkunstwerks, wie sie in Wien so lebhaft von den Secessionisten und ihrer Zeitschrift „Ver sacrum”, von Dichtern wie Hermann Bahr und Hugo von Hofmannsthal, auch von den Künstlern der Wiener Werkstätte vertreten wurde?

Entsprach nicht einer durch und durch sinnlich geprägten Persönlichkeit eine höchst sinnliche Kunst? War nicht das offenbar Erotische seiner weiblichen Allegorien, seiner Frauenporträts und Aktzeichnungen – und, wie manche Kritiker meinen, auch seiner Landschaften – der genaue Ausdruck jenes erotischen Lebensgefühls, das auch seine Arbeitsweise und die Atmosphäre des Ateliers bestimmte?

Der Dichter und Maler Albert Paris Gütersloh (1887 – 1973) charakterisierte ihn als einen Mann „mit den geheimnisvollen Zügen des Pan unter Bart und Haar des gealterten Petrus”. Und der Hamburger Museumsdirektor Alfred Lichtwark (1852 – 1914) beschrieb Klimt als einen Athleten, der „gerne mit Hodler gerungen” hätte. Er „hat lustige, derbe naturburschenhafte Manieren, die braune Haut eines Seemanns… Wenn er spricht, tönt es laut, und mit starkem Dialekt. Er neckt gern und kräftig…”

Der Schriftsteller Franz Servaes (1862 – 1947) schildert einen Besuch in seinem Atelier: „Hier war er von geheimnisvollnackten Frauenwesen umgeben, die, während er stumm vor seiner Staffelei stand, in seiner Werkstatt auf und nieder wandelten, sich räkelten, faulenzten und in den Tag hinein blühten – stets auf den Wink des Meisters bereit, gehorsam stillzuhalten, sobald dieser eine Stellung, eine Bewegung erspähte, die in rascher Zeichnung flüchtig festzuhalten seinen Schönheitssinn reizte.”

Friederike Maria Beer (1891 – 1980) , die von Egon Schiele 1914 und von Klimt 1916 porträtiert wurde, erzählt, Klimt habe lange und intensiv an ihrem Bildnis gearbeitet, sie immer wieder zu Sitzungen geladen, dreimal die Woche von drei bis sechs Uhr. Dazwischen habe er längere Pausen eingelegt, um sich im Gespräch mit den in einem Nebenraum ständig anwesenden Modellen zu entspannen – so sei das über ein halbes Jahr lang gegangen. Ein animalisch erregender Körpergeruch sei von Klimt ausgegangen. Man habe sich als Frau wirklich vor ihm fürchten können.

Ähnlich klingen die Erinnerungen von Alma Mahler-Werfel (1896 – 1946). Er sei ihr nach Venedig gefolgt und habe ihr in der Menschenmenge auf dem Markusplatz seine Liebe gestanden. Es sei wie eine heimliche Verlobung gewesen. Klimt habe sie immer wieder bedrängt, ja beschworen, zu ihm ins Atelier zu kommen. Offenbar meinte sie genau zu wissen, was sie dort erwartete. Aber sie war zu jung und unsicher, um seiner Einladung zu folgen – was sie in späteren Jahren lebhaft und wortreich bedauerte. „ Meine sogenannte gute Erziehung hatte mein erstes Liebeswunder vernichtet.”

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