Andreas Gursky – Mayday

Andreas Gursky: 'Mayday V', Original - Ausstellungsposter des Museum Istanbul, 2007. Blattformat: 59 x 42 cm. Von Andreas Gursky handsigniert

Andreas Gursky:  ‘Mayday V’, Original – Ausstellungsposter des Museum Istanbul, 2007. Blattformat: 59 x 42 cm. Von Andreas Gursky handsigniert. Preis € 1.800,- Bestellen Sie hier!

Über ‘Mayday’ von Andreas Gursky

Andreas Gursky hat sich in mehreren Arbeiten mit Techno-Music beschäftigt. Auf einem Bild, Mayday V, seiner Interpretation einer gigantischen Party in der Dortmunder Westfalenhalle, hat er sich sogar selbst verewigt, in einer kleinen Gruppe mit dem Techno-DJ Westbamund dem Schriftsteller Rainald Goetz. “Die Musik ist genauso reduziert wie meine Bilder”, sagt er. “Techno-Partys dehnen den Moment auf eine ganze Nacht. Mit meinen Bildern arbeite ich auch gegen den Moment, ich dehne die Zeit.” Und ihm gefällt die Vorstellung, eine Nacht gleichzeitig allein und mit Tausenden anderen Tänzern zu verbringen – Außerirdische unter sich.

Über Andreas Gursky

Andreas Gursky (* 1955, Leipzig) zählt heute zu den international gefeierten zeitgenössischen Künstlern. Mit seinen seit 1991 auch digital bearbeiteten Bildern geht er an die Grenzen des Mediums – ohne sie wirklich zu überschreiten. Als Ziel seines Schaffens hat er 2001 in einem Interview eine “Enzyklopädie des Lebens” definiert. So schuf er seit 1989 monumentale Einzelbilder, die in vergleichsweise geringer Zahl entstehen und nicht nur aus diesem Grund eine Anlehnung an den Typus des Meisterwerks zeigen. Alle Hinweise auf Menschen oder Ortschaften werden eliminiert und er verdichtet dabei Zeit und räumliches Geschehen. Er zeigt uns die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie er sie sieht. Aber sein Blick auf die Welt ist sehr geübt. Es ist mitunter der verblüffend einfache Vorgang der Nachsicht der einzelnen Teile und der klassische Betrachterwechsel, der in der Addition der Teile zu einem großen, mächtigen Bildeindruck führt, dem diese Faszination zu verdanken ist. Genauso lassen sich noch andere Merkmale feststellen, etwa die Bildlichkeit transitorischer Vorgänge, die das Zeitzeichengleiche in den Arbeiten Andreas Gursky’s besonders stark sichtbar werden lässt. Kein anderer Künstler, der mit Fotografie arbeitet, hat so zielgerichtet und bereits in seinen ersten Arbeiten ein Wechselspiel verschiedener optischer wie semantischer Welten in seinem Werk vorgeführt. Ob das nun beispielsweise die in den Regalen wie Skulpturen aufgestellten Nike-Schuhe sind, deren Präsentation in Vermehrung und strenger geometrischer Ausrichtung zu einem minimalistischen Akt selbst werden, oder so scheinbar nichtssagende Sujets wie die des Rheins bei Düsseldorf, in denen das Abwesende zur Darstellung kommt. In seinen neuen Arbeiten zeigt er in dieser ihm völlig eigenen Bildsprache den Kosmos des bekannten und nicht erfahrbaren Exotismus, des vermeintlich global abrufbaren Zeichens. Gursky beweist stets ein Gespür für beispielhafte Orte und Szenerien, das an das Können Andy Warhols denken lässt. Wenn er einen Billig-Markt in den USA fotografiert, in dem jede Ware nicht mehr als 99 Cent kostet, dann schafft er eine treffende Metapher der Konsumgesellschaft. Dass das Bild für 2,9 Millionen US Dollar, 2007 bei Sotheby’s New York verkauft wurde, ist dann nur noch eine Ironie der Geschichte und wiederum eine Metapher für die Welt des Kunstmarktes.