Yayoi Kusama (草間 彌生)

Yayoi Kusama (Japan, *1929), Infinity Mirrored Room – The Souls of Millions of Light Years Away, 2013

Yayoi Kusama (Japan, *1929), Infinity Mirrored Room – The Souls of Millions of Light Years Away, 2013

Über dieses Werk

Der Kopf des Betrachters beugt sich in einen hexagonalen Raumschacht, dieser sogenannte «Infinity Mirrored Room – Love Forever» ist mit Spiegelglas ausgekleidet. Die an der Decke in Zickzacklinien angeordneten Glühbirnen blitzen rhythmisch an allen Wänden farbig auf und reflektieren sich perspektivisch ins Unendliche. In einem ähnlichen Kaleidoskop liess sich die Künstlerin in den siebziger Jahren nackt photographieren, ihr Vorbild – verrät der Titel – sind Peepshows. Verwundert geht der Besucher den Gang weiter und trifft auf ein «Wohnzimmer»: Fussboden, Decke, Tisch, Fernseher, alles ist voller leuchtender, fluoreszierender Farbpunkte. Er drückt die Türklinke und steht in einem dunklen Spiegelkabinett auf einem Steg, umgeben von Wasser. Von der Decke hängen Hunderte kleine Glühbirnen herab, deren Widerschein den Raum zu einem leuchtenden Meer voll bunter Punkte erweitert

Über Yayoi Kusama

Manchen gilt sie als die weltweit bedeutendste lebende Künstlerin. In der angelsächsischen Welt weithin ausgestellt und gefeiert, ist sie im deutschsprachigen Raum noch vergleichsweise wenig bekannt. 1929 in Matsumoto/Japan in einer äußerst konservativen, monarchisch geprägten Umgebung geboren, in der altjapanische Etikette und patriarchale Formen Geltung haben, bezahlt Yayoi Kusama einen hohen Preis dafür, ihren Weg als Künstlerin gehen zu können. Sie bricht nach New York auf, ihre Eltern sagen sich von ihr los – während Jahren kennt sie nur Misserfolg, Hunger, Einsamkeit, Krankheit und starke psychische Leiden. Sie schafft ein Werk, das die Impulse der Hippie-Zeit in den 1960er Jahren auf anarchisch-vitale, punkig-witzige Weise aufnimmt und weiterentwickelt. Dann findet sie Hilfe. Donald Judd, und auch Joseph Cornell, mit dem sie eine langjährige Liebesbeziehung unterhält, unterstützen sie. Erfolg und Ruhm stellen sich ein. 1973 kehrt sie als Grande Dame der japanischen Kunst nach Tokio zurück. Dort richtet man ihr in einer Klinik ein Atelier ein, wo sie bis heute, mittlerweile 88-jährig, nach wie vor arbeitet.
Eine große Künstlerin, die einen radikalen, mutigen, manchmal beinahe schon heroischen Lebensweg verfolgt, ist auch ein Mut- und Kraftspender für all jene, die immer noch an die Möglichkeiten von Kunst glauben! ……..Im April 2017 benannte das TIME Magazine sie als eine der 100 einflussreichsten Menschen der Welt- eine Künstlerin, die “wirklich radikale und revolutionäre Dinge in der Kunstwelt vollbracht hat.”

Yayoi Kusama Pumpkin,(II) (K.283), 2000, Screenprint in colours 15 × 17 9/10 in 38 × 45.5 cm Edition of 60

Yayoi Kusama: ‘Pumpkin’, 1989, Siebdruck auf Bütten, signiert, nummeriert, lim. Auflage 60 Exemplare, Format: 38 × 45.5 cm / 15 × 17 9/10 in, aus dem Portfolio “Amour pour Toujours”. Preis auf Anfrage.

 

Yayoi Kusama: Pumpkin (Y), 1992, screenprint, framed, size: 28 x 37.5 cm ed. of 150Yayoi Kusama: ‘Pumpkin (Y)’, 1992, Siebdruck, signiert, nummeriert, gerahmt, lim. Auflage 150 Exemplare. Blattformat: 28 x 37.5 cm. Preis auf Anfrage.

 

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Yayoi Kusama – Japanese, b. 1929, Matsumoto City, Japan, based in Tokyo, Japan

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