Thomas Struth – Visionen der Wirklichkeit

Thomas Struth: "Mailänder Dom" 1998, C - print, Format: 187.60 x 245,7 cm. Copyrigh


Thomas Struth:
“Mailänder Dom” 1998, C – print, Format: 187.60 x 245,7 cm. Copyright © Thomas Struth. Preis auf Anfrage  

Thomas Struth’s Werk zeichnet sich vor allem durch seine Weigerung aus, dem Spektakulären zu frönen. Es ist nichts Ungewöhnliches in der Art, wie er seine Aufnahmen macht. Der Künstler fokusiert sich nicht auf irgendeine Vision in seinen Fotografien, alles ist scharf, nichts ist verschwommen. Dies führt zu einem besonders ausgeprägten neutralen Effekt in seinen Bildern, denen jede Form der Rhetorik fehlt. In einem frühen Interview noch als Student an der Akademie in Düsseldorf sagte Struth einmal: “Fotografien, die mich beeindrucken tragen keinerlei persönliche Handschrift“. Struth ist nicht auf der Suche nach Ästhetik. Gestaltung und Zusammensetzung in seinen Fotografien führen nie den Blick auf formale oder materielle Motive. Es ist eine Reaktion auf den Kontext der allgemeinen Entwertung und den Verlust der Bedeutung der Fotografie, mit der Struth seine Aufnahmen macht. In einer Strenge, die er von seinen Lehrmeistern Bernd und Hilla Becher übernommen hat. Er will diese negative Erscheinung aber nicht verstärken sondern er versucht weiter, die künstlerischen Möglichkeiten des Mediums auszuleuchten. Sein Werk ist eine sensible Vision der Wirklichkeit, ohne künstliche Techniken, diese würden die Zuschauer nur von der wirklichen Bedeutung, die das Foto kommunizieren will, ablenken. Die scheinbare Einfachheit seines Ansatzes basiert auf einer ausgewogenen Kombination von analytischer Kraft und visuellem Einblick.

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