Jörg Immendorff – 'hapmi lieb' und Szenen aus Deutschland

Bilder gegen die Teilung Deutschlands und die putzig-lieblichen ’’Arschgesichter’’ unter dem Motto ’’hapmi lieb’’ aus den 60er Jahren, die provokanten, plakativ-politischen Bilder aus den 70ern, die zivilisations-skeptischen Düsterkeiten aus den 80ern, die bundesrepublikanischen Caféhausszenen aus den 90ern und schließlich die ironisch-gebrochenen Collagen aus seinen letzten Lebensjahren……..

Thomas Ruff – Verunsicherung und Verheißung

Ein wichtiges Charakteristikum von Thomas Ruffs Fotografie ist die nüchterne und konzentrierte Beobachtung von Wahrnehmungsprozessen, einem nur scheinbar einfachen, selbstverständlichen Thema. In Ruffs fotografischer Reflexion wird nicht nur das Illusionistische und Konzentrierte des Kamerablicks sichtbar, sondern auch das Uneindeutige und Phantasiewillige des Blicks mit „bloßem Auge“.

BETTINA RHEIMS – Female Trouble

Die französische Star-Fotografin Bettina Rheims zeigt immer Frauen. Madonna, Milla Jovovich, Monica Belluci vor einem Teller Spaghetti. Rheims’ Blick ist sezierend, oft kalt. Die Haut. Sie kann im Licht künstlich glänzen wie braunes Bakelit. So wie bei Angela. Bei Sophie leuchtet sie hingegen bleich wie Emaille. Ludivines Haut unter der Achsel ist ein schwarzschattiges Stoppelfeld. Und auf Millas Wange schimmern rötliche Pickel unterm Make-up. „Die Haut“, sagt Bettina Rheims, „ist wie eine leere Seite.“ Dann kommt das Leben und schreibt seine Geschichte hinein.

Roy Lichtenstein – ’’Sweet dreams, baby!’’

Rasterpunkte, gezoomte Comicmotive mit Sprechblasen wie ’’Pow! Sweet dreams, baby!’’ und farbintensive Primärfarben sind Roy Lichtensteins Markenzeichen, mit denen er zum Inbegriff der amerikanischen Pop Art wurde. Der Themenkomplex der “Mirror Paintings” und der “Reflections” hat ihn über Jahrzehnte hinweg beschäftigt. Comic und Reklame erhalten Eingang in seine Kunst, doch hinter der scheinbar naiv-bunten Fröhlichkeit seines Werks verbirgt sich ein komplexer Diskurs über das Wesen von Wirklichkeit und Illusion……

Candida Höfer – oder die magische Präsenz der Dinge

“Ich fotografiere in öffentlichen un halböffentlichen Räumen aus unterschiedlichen Epochen. Es sind Räume, die für alle zugänglich sind. Es sind Plätze der Begegnung, der Kommunikation, des Wissens, der Entspannung der Erholung…Alle Räume haben eine Aufgaben und auch die Dinge in den Räumen haben zumeist eine Aufgabe”…..