Kunst in der DDR – Schöpfung, Sündenfall, Brudermord

Werner Tübke: "Verkündigung an die Bauern", 1987, Ausschnitt Werner Tübke: “Verkündigung an die Bauern”, 1987, Ausschnitt. Das Originalbild ist 14 Meter hoch und 123 Meter lang

Unsere Online Ausstellung „Kunst in der DDR“ beleuchtet die verschiedenen Facetten der künstlerischen Positionen in einer Gesellschaft, in der den Künstlern nur die Wahl zwischen Anpassung und Isolation blieb. Wer in dem geschlossenen System der DDR als Künstler bestehen wollte, musste traditionalistisch arbeiten, und er durfte nicht in die Gesellschaft hinein wirken. Läuft es dem Erfolgsmodell Bundesrepublik zuwider, wenn Deutschlands Ost-Künstler nach dem Seitenwechsel nicht von ihrer skeptischen Weltsicht lassen können? In der DDR war sie ein unverzichtbarer Teil oppositioneller Selbstbehauptung. Und was ist los mit einem Publikum, das über zwanzig Jahre nach Mauerfall nichts weiß vom künstlerischen Reichtum der ansonsten armen Brüder und Schwestern? Ist es enttäuschte Liebe, schlechtes Gewissen oder einfach nur Desinteresse? Epigonal sei die Kunst aus dem Osten, ideologisch belastet und formal hoffnungslos von gestern. Eines kann man aus solchen Verdikten jedenfalls lernen: Kunst, die unter den Bedingungen einer Diktatur entsteht, begreift man nicht beim schnellen Hinschauen. Schauen Sie hin und lernen Sie hier einige DDR Künstler und ihre Werke kennen, so wie Werner Tübkes Panoramabild “Die frühbürgerliche Revolution in Deutschland” von 1987.

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