Kasimir Malewitsch – und die Idee vom "Ende der Malerei"

Kasimir Malewitsch (2)_____________________________________

Das Werk “Suprematist Composition” von Kasimir Malewitsch wurde bei der Sotheby’s Abendauktion (16. September 2009) in New York für den Rekordpreis von 60 Millionen Dollar versteigert. Es ist das teuerste russische Gemälde.

Kasimir Malewitsch, der Maler und Erfinder des “Schwarzen Quadrats”, gilt als einer der richtungsweisenden Begründer der nichtgegenständlichen Kunst des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1915 und 1932 entwickelte er eine neue Theorie von der Kunst und ihrer Funktion als erneuernde Kraft, die er als Suprematismus bezeichnete. Er strebte nach einer Kunst der reinen Form, die allgemein verständlich sein sollte, unabhängig von der kulturellen oder ethnischen Zugehörigkeit des Betrachters. Seine suprematistische Phase wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt für die Kunstformen der Abstraktion und geometrischen Reduktion. Er lässt sich nahtlos in die Reihe der Wegbereiter der abstrakten Kunst wie Piet Mondrian oder Wassily Kandinsky einreihen. Sein Lebensweg war der eines prägenden Künstlers, seinem kometenhaften Aufstieg an die Spitze der Kunstwelt, folgten grosse Widerstände, mit denen Malewitsch im jungen sowjetischen Staat konfrontiert war. 1935 erlag der Künstler einer Krebserkrankung und starb in völliger Vergessenheit. Dennoch gebührt ihm heute aus der historischen Distanz ein Platz unter den großen Namen der Malerei.

Jedoch gibt es gute Gründe, unser Bild von Malewitsch und von der Moderne, wie wir es uns durch ihn und seine Kunst machen, zu revidieren. Lesen Sie hier:

Kasimir Malewitsch - Kostüm für die Oper "Pobeda nad solntsem"_____________________________________

Kasimir Malewitsch – Der Sportler – Original Zeichnung handsigniert von Kasimir Malewitsch. Kostüm für die Oper “Pobeda nad solntsem” (“Sieg über die Sonne”) von Matjuschin, 1913. Ausgeführt mit braunem Bleistift und Aquarell auf dünnem Papier (aus einem Notizbuch, mit Stempel einer vorrevolutionären russischen Militäreinheit, en verso), Format: 22,5 x 16,4 cm, signiert unten rechts “KMalev” und bezeichnet “Sportler”, “14” (mit blauem Bleistift) sowie einige Anweisungen für die Kostümbildnerin. Preis auf Anfrage – Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Die Verbindung von Kunst und Theorie war für Kasimir Malewitsch keine Selbstverständlichkeit. Anders als der etwa gleichaltrige Paul Klee oder der zwanzig Jahre ältere Wassily Kandinsky, die ebenfalls paradigmatische Konzepte für die Moderne entwickelten, begann Kasimir Malewitsch als Autodidakt, der weder eine systematische künstlerische oder wissenschaftliche Ausbildung erhielt, noch Kontakt zur internationalen Welt der Kunst hatte. 1878 in Kiew als Sohn eines Arbeiters aus einer Zuckerfabrik geboren, begann seine Arbeit mit Farben als leidenschaftliche Auseinandersetzung eines Amateurs um die Wiedergabe der Natur.

Nie verleugnete Malewitsch seine bäuerlich-proletarische Herkunft. Er betonte sie in seinem Habitus und in seinem schwärmerischen Verhältnis zum Volk, wenn er zum Beispiel die Schönheit der Arbeit auf den Feldern und ihren Rhythmus der Bewegung (Floor Polishers, 1911-12) bewunderte. Zwischen 1895 und 1910 erst hatte er, wenn auch mit Unterbrechungen, Zugang zu Zeichenschulen und Künstlerateliers in Kiew, Kursk und mit 26 Jahren endlich in Moskau. Dort wurde die westliche Kunst mit großer Aufmerksamkeit rezipiert. Es gibt von Malewitsch Bilder, in denen er diese Begeisterung stets in Aneignung umsetzte: die impressionistische Idylle im städtischen Park, kubistische Collagen aus Flächen und voluminösen Formen. Mit Michael Larionow arbeitete er am Neoprimitivismus (1910/11), der das bäuerliche Leben in einfache, poetische Formen fasste. Der wenig später entwickelte Kubo-Futurismus war schon etwas weiter fortgeschritten in der Tendenz, den farbigen Flächen auch in der Gegenständlichkeit Eigenständigkeit zuzubilligen.

Kasimir Malewitsch: Floor Polishers, 1912 Ölgemälde, Stedelijk Museum, Amsterdam, NetherlandsKasimir Malewitsch: Floor Polishers, 1912 Ölgemälde, Stedelijk Museum, Amsterdam. Als Reproduktion – Leinwanddruck, Format: 30,5 x 43,2 cm. Preis € 125. Komplettes Angebot, klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

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Seit Peter der Große die westliche Kultur nach Russland gebracht hatte, war das Land kulturell gespalten. Der Adel lebte zumeist in den Städten und war nach westlichem Muster gebildet – denn nur die Aristokratie hatte Zugang zu den Universitäten, die das entsprechende Wissen weitergaben – während die überwiegende Mehrheit der russischen Bevölkerung auf dem Lande lebte, eingebunden in die orthodoxe Tradition, deren visueller Ausdruck die Ikone, eine Gottes- oder Heiligendarstellung ist. Die meisten akademisch Gebildeten verachteten das orthodoxe Wissen als rückständig. An den Universitäten breitete sich damals das Ritual aus, dass Neuankömmlinge die von zu Hause mitgebrachte Ikone aus dem Fenster warfen – um den radikalen Bruch mit der eigenen Kultur und Herkunft zu symbolisieren. Doch am Ende des 19. Jahrhunderts strömten immer mehr junge Menschen in die Städte und an die Universitäten – 1861 war die Leibeigenschaft abgeschafft worden, seit 1863 standen die akademischen Ausbildungsstätten auch für Nichtadelige offen – die sich weigerten, den eigenen Hintergrund als rückständig und daher wertlos zu betrachten, zu verleugnen und kritiklos das westliche Wissen anzunehmen. Zu ihnen gehört auch Malewitsch.

Kasimir Malewitsch - Studie für Portrait eines Bauern -Kasimir Malewitsch – Studie zu Portrait eines Bauern – Datum unbekannt. Als Kunstdruck oder Leinwanddruck im Format 30,5 x 30,5 cm. Preis € 225. Komplettes Angebot, klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

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Kazimir Malewitsch kommt aus einem Dorf in der Nähe von Kiew und kennt daher nur die Ikone. Erst als Jugendlicher sieht er bei einem Aufenthalt in Kiew, in einem Schaufenster, ein Gemälde nach westlich-naturalistischer Manier: Er ist schockiert. Und begreift in diesem Moment, wie er später in seiner Autobiografie schreibt, dass es in Russland zwei Kulturen gibt, die von Westeuropa kommende der privilegierten, gebildeten Städter und die der Bauern. Er fasst einen Entschluss: „Ich blieb aber auf der Seite der bäuerlichen Kunst und begann im primitiven Geiste zu malen. Am Anfang ahmte ich die Ikonenmalerei nach.“ In Moskau angekommen, fühlt sich Malewitsch in seiner Auflehnung gegen die westliche Kultur mit ihrem Anspruch auf Überlegenheit bestätigt. Hier begegnet er Natalia Gontscharowa, die in bäuerlicher Kleidung durch die Stadt spaziert und mit beißender Kritik an der westlichen Kultur provoziert und Bilder malt, die Bäuerinnen bei der Arbeit zeigen. Malewitschs zeigt sich nun auch in bäuerlichem Hemd und seine ersten Bauernbilder ähneln auffällig Gontscharowas rasant gemalten Werke, einer aus der urbanen Sicht überholten Kultur.

08 Apr. 17Kazimir Malewitsch: “Frau mit Rechen”, 1915 (od.1930/32). Öl auf Leinwand, 100 x 75 cm. Moskau, Tretjakow-Galerie. Als Kunstdruck, 50 x 70 cm, Preis € 255. Komplettes Angebot, klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Doch Gontscharowa ist keine Einzelgängerin mehr, sie ist bereits Teil einer Bewegung, die eine ganze Generation nach 1900 erfasst. Diese junge Generation – deren Vertreter wie Malewitsch oft tatsächlich vom Lande kommen – stellt dem Hegemonieanspruch der westlich gebildeten Städter die Überlieferungen der ländlichen Tradition entgegen. Man bereist das Land auf der Suche nach Liedern, Tänzen, Märchen, bäuerlichen Stoffen, Gebrauchsgegenständen und Ikonen, und bei allem, was man tut, beruft man sich auf den Denker Wladimir Solovjev, der in aller Munde ist. Solovjev greift bereits in seiner 1874 veröffentlichten „Krise der westlichen Philosophie“ die vermeintliche Überlegenheit des modernen, sich von Westeuropa her ausbreitenden Wissens an. Für Solovjev setzt ein solcher Anspruch voraus, dass alle anderen kulturellen, ethnischen oder religiösen Formen des Wissens als minderwertig betrachtet werden, was für ihn ethisch nicht zu rechtfertigen ist. Mit dieser Position macht sich Solovjev im Grunde zu einem Vorläufer der mehr als hundert Jahre später einsetzenden postkolonialen Kritik. Im Anschluss an sein erstes Hauptwerk widmet sich der eigenwillige Denker – die etablierte akademische Welt Russlands diffamiert ihn als geisteskrank – der Ausarbeitung einer anderen Form des Wissens, das von drei Anliegen bestimmt wird: ein, heute würde man sagen, globales Wissen zu erschaffen, das vom gleichen Respekt gegenüber allen anderen Formen des Wissens (sei es religiös, ethnisch, kulturell, rassistisch und sogar geschlechtsspezifisch bedingt) getragen ist; eine Versöhnung des modernen, rational und wissenschaftlich ausgerichteten Weltverständnisses mit Formen religiösen Wissens nicht nur des Christentums, aber auch des Buddhismus oder des Brahmanismus herbeizuführen; und schließlich die moderne Rationalität um verborgene psychische und spirituelle Elemente zu erweitern.

Kasimir MalewitschKasimir Malewitsch: “THE POWER AND THE MAN”, 1930-38, Original- Skizze, Bleistift auf braunen Papier,  handsigniert und betitelt, 42 x 42 cm. Komplettangebot und Preisanfrage – Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Gerade Solovjevs letzte Forderung wird nach 1900 unter jungen Künstlern sehr populär. Der Dichter Welimir Chlebnikov, den Malewitsch wegen seiner kühnen sprachlichen Experimente bewundert, ist ein begeisterter Anhänger dieses Denkens. Er ist auch einer der Gründer der „Zaum-Bewegung“, jener Bewegung, die das Alogische oder die Vernunft Übersteigende feiert und zu der sich 1913 auch Malewitsch bekennt: „Wir sind nun dazu gelangt, die Vernunft zu verwerfen. Wir haben sie verworfen, weil in uns eine andere keimt, die im Vergleich zu der verworfenen ‚zaum’ (auf Deutsch etwa ‚Übervernunft‘) genannt werden kann.“ Es gibt von Malewitsch eine ganze Reihe Zaum-Bilder. Ein Beleg dafür, dass es falsch ist, zu behaupten, Malewitsch würde für die geometrische Bildsprache des Suprematismus ein rationales und objektives Vorgehen fordern. Eines der wichtigsten Anliegen des Suprematismus war es gerade, das Rationale / Vernunftmäßige und das Objektive zu überwinden.

Kasimir Malewitsch - Kochender Samowar 1913 - Original Bleistiftzeichnung 14,6 x 5,7 cmKasimir Malewitsch – Kochender Samowar  1913 – Original Bleistiftzeichnung, handsigniert und betitelt. Format: 14,6 x 5,7 cm. Komplettangebot und Preisanfrage – Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Falsch ist auch die Gleichsetzung des Suprematismus mit einer ausschließlich geometrischen Formensprache. In seinen Texten weist Malewitsch immer wieder darauf hin, dass er auch die nach 1928 entstandenen figurativen Bauernbilder zum Suprematismus zählt. Einigen dieser Gemälde ist der Suprematismus sogar im Titel eingeschrieben: Suprematismus. Weibliche Figur heißt ein Werk, an dessen figurativer Erscheinungsform nicht zu rütteln ist.

Kazimir Malewitsch  "Weibliche Figur", 1932,  Öl auf Leinwand - 126 x 106 cm Kazimir Malewitsch: “Suprametismus Weibliche Figur”, 1932,  Öl auf Leinwand – 126 x 106 cm. Als Kunstdruck,oder Leinwanddruck: 50 x 70 cm, Preis € 255. Komplettes Angebot, klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Doch es gibt noch andere Argumente, die von der westlichen Kunstgeschichts- schreibung behauptete Inkonsequenz dieses Werkes mit seiner vermeintlichen Trennung in suprematistische und figurative Werke zu widerlegen. Bauer heißt auf Russisch „krest’janin“. „Krest“ bedeutet Kreuz. „Krest’janin“ ist ein Kreuz-Mensch, einer, der dem Kreuzweg Christi folgt. Die enge begriffliche Verzahnung ist kein Zufall, in der russischen Vorstellungswelt gilt der Bauer als Verkörperung des christlichen Kreuzes. Neben dem Quadrat ist das Kreuz das häufigste Zeichen, meistens mit einem weiteren Balken im unteren Bereich erscheint, wodurch sich das Kreuz der orthodoxen Kirche ergibt. Dass es auch für Malewitsch ein Sinnbild für den Bauern darstellt, belegen die nach 1928 entstandenen Zeichnungen: die vor einem Kreuz Betende Bäuerin von 1930 wie auch die zahlreichen Bauernköpfe, deren Gesichtern jeweils ein Kreuz, zumal ein orthodoxes, aufgedrückt ist. 1933 zeichnet Malewitsch dann eine Bauernfigur mit ausgestreckten Armen, die zum Kreuz erstarrt.

Kasimir Malewitsch - Suprematismus, 1921/1927

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Kasimir Malewitsch – Suprematismus, 1921/1927, Fotodruck auf Aluminiumträgerplatte, acrylglasversiegelt. Format: 50 x 70 cm, Preis € 255. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Die Bauern begleiten Malewitsch durch sein gesamtes Œuvre. Er malt sie bis 1915, dann sind sie nur noch in Titeln, die seine geometrischen Formen begleiten, gegenwärtig. Ab 1928 tauchen sie wieder als Figuren auf. 1928 ist das Jahr, in dem Stalin die Diffamierungswelle gegen die Bauern lostritt, dieser letzten noch selbstständigen Bevölkerungsgruppe nach der Revolution von 1917, die als das reaktionärste Element der sowjetischen Gesellschaft verfemt wurde. Die ideologische Kampagne soll psychologisch auf die im folgenden Jahr einsetzende Kollektivierung der Bauern vorbereiten, die nicht nur wirtschaftliche Gründe hat – der bäuerlichen Kultur ist der in Westeuropa entstandene Marxismus völlig fremd. Der Widerstand der Bauern ist so hartnäckig, dass Stalin Anfang der 1930er-Jahre flächendeckend ganze Dörfer bombardiert. Die Zwangskollektivierung wird zu einer der größten Tragödien, die je in Friedenszeiten einer Bevölkerungsgruppe von der eigenen Regierung angetan wurde. In dieser Zeit Bauern als Würde ausstrahlende Heilige zu malen – wie es Malewitsch tut, ist selbstmörderisch. Dem Künstler muss das bewusst gewesen sein. Es gibt eine Zeichnung von 1930 mit dem Titel Der Gefangene zu sehen, die auf den aktuellen politischen und autobiografischen Kontext verweist, denn Malewitsch wurde zu jener Zeit mehrfach verhaftet.

Vor diesem Hintergrund liegt die Vermutung nahe, dass die nach 1928 entstandenen Bauernbilder womöglich auch ein bewusster Aufschrei gegen die Vernichtung der russischen Bauernschaft und ihrer Kultur waren, der sich Malewitsch seit seiner Kindheit verpflichtet fühlte. Dann wäre Malewitsch mehr als nur der große Maler des Schwarzen Quadrats. Mit seinem Eintreten für die Kultur der russischen Bauern hätte er mit als einer der ersten eine Diskussion über den Überlegenheitsanspruch des westeuropäischen modernen Wissens eröffnet, eine Diskussion, die heute noch längst nicht beendet ist.

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Kasimir Malewitsch: 'Bäuerin mit schwarzem Gesicht", 1928/32

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Kasimir Malewitsch: ‘Bäuerin mit schwarzem Gesicht”, 1928/32 Oel auf Leinwand, 98,5 x 80 cm. St.Petersburg, Staatl. Russisches Museum. Als Fotodruck auf Aluminiumträgerplatte, acrylglasversiegelt. Format: 50 x 70 cm, Preis € 255. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Kasimir Malewitsch - Suprematismus, 1916

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Kasimir Malewitsch – Suprematismus, 1916. Fotodruck auf Aluminiumträgerplatte, acrylglasversiegelt. Format: 50 x 70 cm, Preis € 255. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Kasimir Malewitsch - Suprematismus, 1915

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Kasimir Malewitsch – Suprematismus, 1915. Fotodruck auf Aluminiumträgerplatte, acrylglasversiegelt. Format: 50 x 70 cm, Preis € 255. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Kasimir Malewitsch - Schwarzes Quadrat - (um 1923). Oel auf Leinwand, 106 x 106 cm. Staatl.Russisches Museum.Kasimir Malewitsch – Schwarzes Quadrat – (um 1923). Oel auf Leinwand, 106 x 106 cm. Staatl. Russisches Museum, St. Petersburg. Als Leinwanddruck (ultrahochauflösende Pigmenttinten und Qualitäts-Leinwand) auf Echtholz-Keilrahmen, Format 70 x 70 cm. Preis € 255. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Kasimir Malewitsch, Arbeiterin, 1933. Oel auf Leinwand, 70 x 58 cm. St.Petersburg, Staatl.Russisches MuseumKasimir Malewitsch, Arbeiterin, 1933. Oel auf Leinwand, 70 x 58 cm. St.Petersburg, Staatl. Russisches Museum. Als Leinwanddruck (ultrahochauflösende Pigmenttinten und Qualitäts-Leinwand) auf Echtholz-Keilrahmen, Format 70 x 70 cm. Preis € 255. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Kasimir Malewitsch, Maedchen ohne Arbeit, 1904 oder um 1930. Oel auf Leinwand, 80 x 66 cm. St.Petersburg, Staatl.Russisches Museum.Kasimir Malewitsch, Maedchen ohne Arbeit, 1904 oder um 1930. Oel auf Leinwand, 80 x 66 cm. St.Petersburg, Staatl. Russisches Museum. Als Leinwanddruck (ultrahochauflösende Pigmenttinten und Qualitäts-Leinwand) auf Echtholz-Keilrahmen, Format 60 x 80 cm. Preis € 255. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

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Literature: Le suprématisme : Le monde sans-objet ou le repos éternel, de Kazimir Malévitch (Auteur), Gérard Conio. – Écrits : [1916-1928] de Kazimir Malévitch. – Carrément de Kazimir Malévitch et François Morellet. – Kazimir Malevich and the Russian Avant-Garde: Featuring Selections from the Khardziev and Costakis Collections… by Linda Boersma, Bart Rutten, Aleksandra Shatskikh and Kazimir Malevich. – Kazimir Malevich 1878 – 1935 by Jeanne D’Andrea (1990).

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18 Apr. 17Kasimir Malewitsch – Schwarzes Quadrat, Russisches Museum St. Petersburg

In seinem Manifest über die Entwicklung seines ersten schwarzen Quadrats erklärt K. Malewitsch 1915 anhand eines indischen Diagramms: ” Vom Kubismus zum Suprematismus. Sie sehen das schwarze Quadrat in der Mitte , das ist die Konzentration der geistigen Energie. Die kleinen Quadrate um sie repräsentieren alle anderen Zivilisationen auf der Erde. Dies ist auch eine Art von Bewegung“. Im russischen Museum in St. Petersburg, wo Malewitschs ” Schwarzes Quadrat “- Gemälde hängt, werden Sie feststellen, dass dieses in der Mitte zwischen einem “Schwarzen Kreuz” und einem “Schwarzen Kreis“ platziert ist. Sie werden bei dem “Schwarzen Kreis“ feststellen, dass dieser zum „Schwarzen Quadrat“ in der Mitte leicht angehoben ist. Mit diesen beiden Bildern verfolgte Malewitsch die Absicht, eine spirituelle Treppe von der Erde zum Mond darzustellen. Durch das „Schwarze Quadrat“ wurde die Erde, mit dem „Schwarzen Kreis“ der Mond symbolisiert. Im Gemälde ” Schwarzes Kreuz ” sah Malewitsch nicht nur ein altes, ehrwürdiges Symbol, sondern es bedeutete für ihn auch „Strassenkreuzung“, die in früheren Zeiten als der gefährlichste Ort galt, an dem man stehen konnte. Denn oft war dies der Ort, den die Wachen zuerst besetzten, um das Land des Herrschers zu schützen.

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Nachlese zur 2014 – Ausstellung in Bonn, Bundeskunsthalle, Kasimir Malewitsch und die russische AvantgardeKlicken Sie hier!

Ausserdem gab es zeitgleich die Ausstellung Kasimir Malewitsch – Die Welt als Ungegenständlichkeit in Basel – Klicken Sie hier!