Horst Antes – Kopffüßler, Zeitraumbilder und Hausfiguren

Horst Antes :"Kopf 77", 1977Horst Antes :”Kopf 77″, 1977, Corton Stahl, geschweißt, mit natürlicher Rostpatina, signiert, Höhe: 45 cm. Breite: 46 cm. Tiefe: 13,5 cm. Lim. Auflage 1000 Exemplare. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Mit der Figur des Kopffüßlers etablierte sich Horst Antes zu Beginn der 60er Jahre in der internationalen Kunstszene. Im Anschluß an diese frühe figurativ-expressive Werkphase entwickelte der Künstler die Gruppe der “Zeitraumbilder”, um schließlich in den “Hausfiguren” zu einer reduzierten, geometrisierenden Formensprache zu finden. In seinem malerischen OEuvre präsentiert er Zeichnungen, in denen der Künstler seine persönliche Mythologie auf äußerst sensible Weise vorträgt.

Horst Antes: "Kopfhaus" (2002), Skulptur in Edelstahl______________________________________________________

Horst Antes: “Kopfhaus” (2002), Skulptur in Edelstahl, Auflage 65 Exemplare, nummeriert und signiert. Format 28,5 x 34 x 10 cm. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Bei Horst Antes findet man monolithisch wirkende Kopffüßler mit riesigen Füßen und markanten, wie in Stein gemeißelten Gesichtern, die an uralte, monolithische Statuen erinnern, an die Moai-Köpfe auf der Osterinsel etwa, sehr alte, reptilienhafte Köpfe, magische Figuren einer untergegangenen Zivilisation. Horst Antes (*1936) war 1963 Stipendiat der Villa Massimo, nahm allein bis 1977 dreimal an der Documenta teil und gewann Preise auf der Kunstbiennale. In seiner Malerei schuf Antes eine modellhafte, allegorische Fabelwelt: Wie die Götter der Antike sind die Kopffüßler seines privatmythologischen Kosmos Darsteller menschlicher Zustände: „Sie können monumental und aggressiv sein, Trauer zeigen oder Scheu, manchmal ist ihnen eine naive Anmut eigen, sie können zutraulich sein oder irritierend, sie können sich maskieren oder verlieben“. (Joachim Sartorius).

 

Horst Antes:"Weinbrenners Lehrbuch", 1978, Original-Lithografie, lim. Auflage 150 Exemplare auf Rives-Bütten, nummeriert und handsigniert. Gedruckt bei Matthieu Dielsdorf/Zürich. Bildformat 36 x 59,5 cm. Blattformat 56 x 77,5 cm

Horst Antes:”Weinbrenners Lehrbuch”, 1978, Original-Lithografie, lim. Auflage 150 Exemplare auf Rives-Bütten, nummeriert und handsigniert. Gedruckt bei Matthieu Dielsdorf/Zürich. Bildformat 36 x 59,5 cm. Blattformat 56 x 77,5 cm. Preis auf Anfrage – Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes, Kopf, handsigniert

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Horst Antes:“Kopf”, Original-Lithografie, handsigniert, nummeriert, lim. Auflage 200 Exemplare, Blattformat: 65 x 50 cm. Preis auf Anfrage – Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes:"Halber Kopf", Original-Farblithografie, 1974, signiert, nummeriertHorst Antes: “Halber Kopf”, 1974, Original-Lithographie in sechs Farben 2001 auf Rives-Bütten, limitierte Auflage 200 Exemplare, nummeriert und signiert, gedruckt bei Matthieu in Dielsdorf bei Zürich (Werknummer 754), Bildformat: 51 x 68 cm, Blattformat: 57 x 73 cm.  Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Zentrale Aspekte von Antes’ Werk, etwa die Rebellion des Künstlers gegen die Abstraktion der 1950er Jahre und den Figurentyp des Nationalsozialismus oder Antes’ Religiosität. Der HAP Grieshaber-Schüler Horst Antes, der an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert hat, ist in den frühen 1960er Jahren einer der ersten Vertreter einer neuen figurativen Malerei in Deutschland. Aber seine Figuren sind wohl eher moderne Götter. Man kann Antes’ disproportionale Fabelwesen, als einen Kommentar auf „klassische“, vermeintlich unumstößliche und universale, weil angeblich biologisch angelegte Wahrnehmungen von Schönheit lesen – weil sie „auf Kosten der Proportion eine andere, verrückte Schönheit“ zeigen. Darin läge ihre Aktualität in einer Zeit, in der die Vorstellung von Schönheit zunehmend über eine naturwis-senschaftlich begründete Regelästhetik kanonisiert wird. Man kann sie aber auch als Personifikationen der Kunst und des Formfindungs-prozesses selbst sehen. Auffällig viele von Antes’ Figuren haben blinde, leere Augen, viele sind augenlos: Die „Maskierten“, der „Paran“, die „Figur Hiob“, das „Paar mit schwarzer Tableta“ von 1972, die Menschen in den Mutter und Kind-Bildern, alle zeigen Riesen ohne Augen. Antes hat seit 1972 einen Wohnsitz in der Toskana, er hat die Mythen und die Bilder der italienischen Antike und Renaissance studiert. In seinen Figuren scheinen die großen Blinden der Mythen- und Kunstgeschichte durch, der Zyklop Polyphem, Odysseus, Samson, Ödipus auf Kolonos, aber auch die Figuren einer glücklichen Immersion, die Nonne Pasitea Crogi etwa, die auf der Zeichnung von Francesco Vanni auf eine rätselhafte Weise nach innen zu schauen scheint, eine innere statt einer äußeren Form sucht. Jacques Derrida hat in den „Mémoires d’aveugle“ einmal die Augenlosen als Personifikationen des Künstlers interpretiert, weil der Akt des Zeichnens einer sichtbaren Linie auf dem Papier oder auf einer Schiefertafel gleichsam ins Dunkle zielt, dem Tasten eines Blinden im Dunkel eines leeren Raums vergleichbar.

Horst Antes, Figur mit Zaun, signiert________________________________________________

Horst Antes:“ Figur mit Zaun“, 1976, Farblithografie auf Rives Bütten, signiert und nummeriert, lim. Auflage 150 Exemplare, Blattformat: 69 x 51 cm. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes:"KopfLitho (30)", Original- Lithographie, handsigniert, Auflage 999 Exemplare, 100x70 cm (25.98x27.56")

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Horst Antes:“KopfLitho (30)”, Original- Lithographie, handsigniert, lim. Auflage 999 Exemplare, 100 x 70 cm. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes: "Tisch mit vier Federn für Witherspoon" (1976)  Horst Antes: “Tisch mit vier Federn für Witherspoon” (1976), Original-Lithografie in sieben Farben, gedruckt bei Matthieu, Dielsdorf bei Zürich. Auflage 200 Exemplare, nummeriert und handsigniert. Ungerahmt. Blattformat 64 x 84 cm, Rives-Bütten. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes: Figur mit gestrichelter Linie, 1971, signiertHorst Antes: Figur mit gestrichelter Linie, 1971, Offsetlithografie, handsigniert und nummeriert, lim. Auflage 120 + ea Exemplare, Blattformat: 59 x 41,7 cm Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes, Paar vor blau-violettem Grund, signiertHorst Antes: „Paar vor blau-violettem Grund“, 1966, Radierung und Aquatinta auf Rives Bütten, handsigniert, nummeriert, lim. Auflage 35 Exemplare, im Rahmen. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris


Horst Antes, Gefleckte Figur mit Reif, kleiner Figur und Leiter. signierte Farblithographie 1972.Horst Antes: “Gefleckte Figur mit Reif, kleiner Figur und Leiter”, 1972, Farblithographie auf Bütten, Blattformat: 42 x 30 cm, mit Bleistift handsigniert und numeriert. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes: "Figur mit Palme", 1966, Original-Farblithografie, signiert, datiert und nummeriert, lim. Auflage 150

Horst Antes: “Figur mit Palme”, 1966, Original-Farblithografie, signiert, datiert und nummeriert, lim. Auflage 150. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Horst Antes ist auch ein bedeutender Sammler von Exponaten der Naturvölker im Amazonasgebiet zu denen u.a. Federschmuck der Waldindianer, Federkronen, Hals- und Brustschmuck, Ohrgestecke oder Federmäntel der Kayapo-Indianer gehören.

Horst Antes: "Ohne Titel", Aquatec und Kohle 1961__________________________________________________________

Horst Antes: “Ohne Titel”, Aquatec und Kohle 1961, auf weißem Japanbütten, unten rechts signiert. Unikat. Im handgearbeiteten Rahmen 115 x 79 cm. Preis auf Anfrage. Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Literaturempfehlung: Horst Antes. Malerei 1958-2010. Martin-Gropius-Bau Berlin, bis zum 16. September, Katalog, 29,80 Euro.

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