Gerhard Richter – Graphit

Gerhard Richter: ‚Graphit‘, 2005, Screenprint on frequency modulated offset print based on a nano technologically image of carbon atoms of graphite. Size of motif: 72.0 cm x 60.5 cm. Editions CR: 129, from the edition Edition of 90 copies, signed in pencil, dated at bottom right, numbered at bottom left, framed. (There were also 10 artist's proofs, signed in pencil, dated at bottom right, numbered in Roman numerals at bottom left, inscribed at bottom left: a.p.) Literature: Zweite, Armin Gerhard Richter. Silikat (Patrimonia 322) Kulturstiftung der Länder Kunststiftung NRW, Düsseldorf, 2007, see pages 14, 48, 49. In pristine condition.

Gerhard Richter: “Graphit”, 2005, Serigrafie auf Offset Lithographie-Duo-Ton, Bildgröße 72 x 60 cm, auf handgeschöpftem Papier Blattgrösse: 96 x 75 cm, lim. Auflage 90, signiert, datiert und nummeriert. Catalogue raisonné Editionen: 129. Literatur: Zweite, Armin Gerhard Richter. Silikat (Patrimonia 322) Kulturstiftung der Länder Kunststiftung NRW, Düsseldorf, 2007, Erwähnt: S. 14, Diskutiert: S. 48, Illustriert: S. 49. Preis auf Anfrage 

Gerhard Richter wird wie kaum ein anderer Künstler umjubelt, von Kuratoren, Händlern, Sammlern und auch vom großen Publikum. Gleich drei der wichtigsten Museen in London, Paris und Berlin feierten seinen 80. Geburtstag mit einer kolossalen Retrospektive. Und der Markt zahlt für die Bilder »ohne Sinn« nicht selten Preise ohne Verstand, mal 12 Millionen Euro für eine brennende Kerze, mal 15 Millionen für rot-blaue Schlieren. Mag seine Kunst noch so spröde und sibyllinisch sein – der Erfolg will nicht von Richter lassen.

Warum ist das so? Wie lässt sich Richters große, stetig wachsende Popularität begreifen?

Im 19. Jahrhundert, als die Salonmalerei triumphierte, sehnte sich das Publikum nach großen Posen und greller Inszenierung. Bedeutungsschwer sollten die Bilder sein, dampfend vor Gefühl. Deshalb waren Maler wie Paul Delaroche oder Jean-Léon Gérôme so beliebt: Man konnte sich an ihrer Kunst erhitzen.

Heute ist Richter ähnlich populär wie einst Delaroche und Gerome, nur stülpt sich bei ihm alles nach innen, was bei ihnen nach außen hing: Er meidet das Grelle und den Dampf, und die Überladenheit des 19. Jahrhunderts weicht einer Unterladenheit. Seine Kunst kühlt, und gerade das scheint der Gegenwart besonders lieb zu sein. In Richters Bilderwelt ist Frieden.