Georg Baselitz – ein malerisches Universum

Georg Baselitz Russische Frauenlieb (1)Georg Baselitz – Russische Frauenliebe, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1960, Maße: 120 x 81 cm, in Privatbesitz). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. – VERKAUFT – Für weitere Anfragen – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Russische Frauenliebe, 1960

Baselitz beschäftigt sich 1960 mit dem Thema der Anamorphose (die Verzerrung der Bilder), zudem setzt er sich mit der Kunst von Geisteskranken auseinander, die er in der Sammlung Prinzhorn sieht. Er liest Jurgis Baltrusaiti’s (1872 – 1944) BuchAnamorphose ou Curieuses” von 1955. Mit Baltrusaitis als Quelle, malte er Werke wie Russische Frauenliebe. Baselitz war auch von der halluzinatorischen Kunst von psychisch Kranken fasziniert. 1961 malte er “G.-Kopf” {G. -Leiter. Nr. 21), abgeleitet von einer Arbeit eines Geisteskranken. 1961/62 entstehen zwei Manifeste (“1. Pandämonium”, “2. Pandämonium”), in denen Georg Baselitz, gemeinsam mit Eugen Schönebeck, eine malerische Positionsbestimmung formuliert, die sich auf den Symbolismus bezieht.

Georg Baselitz - Zerbrochene Brücke - Wendenbraut, 1986

Georg Baselitz: “Zerbrochene Brücke – Wendenbraut”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, (nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1986, Maße: 162 x 130 cm, in Privatbesitz). Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Preis EUR 1500,-  Klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Zerbrochene Brücke – Wendenbraut, 1986

Wie im Vorgriff auf den Mauerfall 1989, und den Rückgriff zur deutschen Geschichte mit dem für den Künstler prägendes Ereignis der Zerstörung von Dresden, scheint Baselitz in den zerbrochenen Brückenteilen, das Ende der  ersten und zweiten Diktatur auf deutschem Boden zu thematisieren. Das vorherrschende Motiv – eine Frau, die wie aus einem Fenster verstört in die Welt blickt – hat seinen Gegenpart in den „Dresdner Frauen“, entstanden 1990, einer Gruppe von gelb gefassten und grob behauenen monumentalen Holzskulpturen auf hohen Sockeln.

 

Georg Baselitz: “Das Kreuz”, 1964, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1964

Georg Baselitz: “Das Kreuz”, 1964, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck (nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1964, 162 x 130 cm, in Privatbesitz). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Preis EUR 1500,- – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Das Kreuz, 1964

In “Das Kreuz” verbindet Georg Baselitz volkstümliche Symbolik wie Kreuz und Herz zu einem Herzkreuz und symbolisiert somit auch die Schöpfung, die Erde, die vier Himmelsrichtungen, den Schnittpunkt von Materie mit Licht. Ein Kreuz, das zu schweben scheint und somit kein Kirchenkreuz darstellt, dass die Gläubigen an der Erde fest hält. Baselitz setzt hier auf das kompositorische Prinzip der Horizontale, die sich mit der Vertikalen kreuzt. Die vertikale Ordnung der Blickhierarchie, in der ein übergeordneter Betrachter das Geschehen beschreibt, wird von einer horizontalen Ordnung gleichgeschalteter Bilder gekreuzt. An die Stelle des linearen Zeitflusses tritt die simultane Schau. Zeit wird verräumlicht und der Vollzug des Geschehens auf Dauer gestellt, womit ein gleichsam »cubisches« Kunstprinzip zum Tragen kommt. Dieses bildet ein strenges formales Gerüst, in der die Mitte betont wird und die vier Eckfelder entstehen. Die rechteckigen Flächen mit der Dorfabbildung können auch wie einzelne Bilder im Bild gelesen werden. Die Felderung bringt Nahes und Fernes in die gleiche Ebene und verbindet eine illusionistische Tiefenwahrnehmung. Damit die Kreuzform nicht verloren geht, sind die Balkenkonturen auch über die Motive gezeichnet, die das Kreuz verdecken. Diese Überzeichnung verklammert die verschiedenen Bildebenen und fixiert die Motive Köpfe und Herz auf das Kreuz.

Georg Baselitz: “Die Hand – Das brennende Haus”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck

Georg Baselitz: “Die Hand – Das brennende Haus”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck (nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1964/65, 135 x 99 cm, in Privatbesitz). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. VERKAUFT – Für weitere Anfragen – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Die Hand – Das brennende Haus, 1964/65

Noch vor den „Helden“- Bildern entstanden. „Die Hand – Das brennende Haus“ (1964/65) erzählt von einer Zeit, als Brände und Keller zu den alltäglichen Eindrücken eines Kindes gehörten. Es ist von Krieg, Elend und Befreiung die Rede. Auch Baselitz und seine Familie waren auf der Flucht, sahen das zerbombte Dresden.

Georg Baselitz: “Das Kreuz”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1966

Georg Baselitz: “Die Freunde IV”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck (nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1966, 162 x 130 cm, zu sehen in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Pinakothek der Moderne, München, Leihgabe aus Privatbesitz). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Preis EUR 1500,- – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Die Freunde IV, 1966

Zur Serie der berühmten „Heldenbilder“ gehören auch die Gemälde “Die Freunde IV” sowie „Die großen Freunde“, das Baselitz 1966 in seiner dritten Schrift „Warum das Bild ‚Die großen Freunde‘ ein gutes Bild ist!“ kommentiert. Die noch aufrecht gehenden und dennoch völlig gebrochenen „Großen Freunde“, die 1965 zur Hochzeit von rheinischer Pop-Art und monochromem Zero-Utopien wie ein Tüte Erbrochenes in die Szene geplatzt sein müssen; von diesem „Heldenbild“ aus bricht Baselitz zu einem Gewaltmarsch der Malerei auf, auf dem, wie er es schon damals programmatisch formuliert, das Bild nur als Bild zählt und sich aus der Geschichte der Bilder nährt. In seinen «Heldenbildern» illustriert er im Stil der monumentalen Figurenmalerei irritierend wirkende Gestalten, die das klassische Figurenbild in Frage stellen.

 

Georg Baselitz Der Wald auf dem Kopf

Georg Baselitz: “Der Wald auf dem Kopf”, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1969, Maße: 250 x 190 cm, Museum Ludwig, Köln). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Verkauft – Für weitere Anfragen klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Der Wald auf dem Kopf, 1969

Nach dem sich Georg Baselitz bis 1969 mit Figurenmalerei beschäftigte, begibt er sich erneut auf die Suche nach neuen Darstellungsmitteln. Die Figurenmalerei ist ihm zu nah an den klassischen Konvention der Malerei, er sucht einen neuen Weg für seine Malerei und findet ihn, indem er das Konzept von “Oben, Unten, Rechts und Links” überwinden. Er befreit sich von der Konvention, wie bis dahin Bilder gemalt und gehängt wurden und dreht die Darstellung um 180 Grad auf den Kopf. Das erste bedeutende Bild, welches er in dieser Umkehrmethode malt, ist “Der Wald auf dem Kopf” (Museum Ludwig, Köln) im Jahr 1969. Mitte der 1950er Jahre als Jugendlicher hatte Baselitz in den Dresdner Kunstsammlungen die Landschaftsstudie von Ferdinand von Rayski  „Wermsdorfer Wald“ gesehen, die ihm dabei als Vorbild galt. Mit „Der Wald auf dem Kopf“ zwingt er den Betrachter, genauer hinzusehen. Obwohl das Werk den klassischen Mitteln der Ölmalerei und dem Genre der Landschaftsmalerei entspricht, schafft er es durch die Umkehrmethode, sein Werk von gewohnten Vorbildern zu entfernen. Das gewohnte Sehen wird irritiert, und neue Seh- und Denkansätze müssen entstehen. Er signalisiert damit dem Betrachter die Unabhängigkeit der Kunst von der Realität.

 

Georg Baselitz SchäferhundeGeorg Baselitz: “Schäferhunde”, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1969, Maße: 250 x 190 cm, Kunsthalle Bielefeld). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand.  – VERKAUFT – Für weitere Anfragen klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Schäferhunde, 1969

»Bilder beißen nicht, nicht in die Wade wie der Hund, aber etwas tun sie schon, sie können einem den Kopf verdrehen.« Die Motivumkehr, die Baselitz nun seit 1969 als malerische Strategie nutzt, irritiert unsere gewohnte Wahrnehmung gerade weil seine Bilder nicht rein abstrakt sind, sondern Figürliches in ungewohnter Art und Weise darstellen.

georg baselitz fingermalerei der adler

Georg Baselitz: “Fingermalerei -Der Adler”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1972, Maße: 250 x 180 cm, zu sehen in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Pinakothek der Moderne, München). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. – VERKAUFT – Für weitere Anfragen  klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Fingermalerei – Der Adler, 1972

Georg Baselitz war gerade einmal 15, als er schon drei Adler malte. Die Könige der Lüfte stürzen in seinen großformatigen Bildern auf den Betrachter zu. Riesenvögel. Bedrohlich. Ausgestattet mit überschüssigen Kräften. Machtvoll. Nicht umsonst ist der Adler das Wappentier so vieler Länder, auch der deutschen Nation. 1972 – der Künstler nahm an der documenta 5 in Kassel teil – schuf Georg Baselitz Bildserien in Fingermaltechnik. Sie zeigen Adler, Selbstbildnisse, Akte und Baumotive in der für seine Kunst nun typische leitmotivische Motivumkehr. Beispiele wie Fingermalerei – Adler sind durch eine betont sinnliche geradezu handgreifliche archaische Form des Malaktes charakterisiert. So entstand das furiose Gemälde „Fingermalerei Adler“ von 1972, das den symbolträchtigen Wappenvogel kopfüber stürzend zeigt.

 

Georg Baselitz – Glastrinker, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1981, Maße: 120 x 81 cm, in Privatbesitz). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier ZustandGeorg Baselitz – Glastrinker, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1981, Maße: 120 x 81 cm, in Privatbesitz),aus dem Besitz der Familie des Künstlers.Preis EUR 1500,- – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Glastrinker, 1981

Kaffekanne und Orange, 1981

1981 und 1982 schuf Georg Baselitz eine Serie von Ölgemälden mit den Motiven “Glastrinker“, “Kaffekanne und Orange” sowie “Orangenesser” In diesen beiden figurative Serien, reagiert Baselitz auf die Arbeit seiner deutschen Expressionisten Vorgänger Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde. Sie stellen einerseits eine Hommage an diese grossen Künstler dar, halten gleichzeitig jedoch auch Abstand. Als führender Vertreter der deutschen neo-expressionistischen Malerei, drückt Baselitz hier seine neu gewonnene Freiheit ohne ideologischen Druck aus. Baselitz, erklärt: “Die 80er Jahre haben mir geholfen, alles neu zu ordnen; Ich konnte erneut eine ganze Reihe von Ideen und Erfahrungen umsetzen, was bedeutete, dass ich in der Lage war, mit allem zu brechen, damit ich daraus wieder etwas Neues schaffen konnte”.

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Georg Baselitz Kaffekanne und Orange

Georg Baselitz – Kaffeekanne und Orange, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl und Tempura auf Leinwand von 1981, Maße: 146 x 114 cm, in Privatbesitz) ,aus dem Besitz der Familie des Künstlers. Preis EUR 1500,- – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

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Georg Baselitz: “Der Bote”, 1983, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1983, Maße: 250 x 200 cm, in Privatbesitz). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Georg Baselitz: “Der Bote”, 1983, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1983, Maße: 250 x 200 cm, in Privatbesitz). Erstklassige Provenienz, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Verkauft – Für weitere Anfragen klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Der Bote, 1983

“Von 1981 an intensiviert Baselitz die Expressivität seiner Arbeiten deutlich, er vereinfacht seine Darstellungen, die Figuren werden sperriger, prägnanter in ihren Proportionen und im allgemeinen Aspekt könnte man auch primitiver sagen.”(Andreas Franzke, Georg Baselitz, München, 1989, p. 156). “Der Bote” ist als statuarische und grobe Figur artikuliert, ist archetypisch und verdeutlicht so die neue Strenge in Georg Baselitz Kunst zu Beginn der 1980er Jahre. Gekennzeichnet durch ein gesteigerte Expressivität, einer Rohheit im Aussehen und einer Unermesslichkeit in der Form, erscheinen neben “Der Bote” noch im selben Jahr die monumentalen Gemälde “Nachtessen in Dresden” (Abendessen in Dresden) und “Der Brückechor” (Die Brücke Chorus). Abgestimmt in Inhalt und Stil dieser kolossalen Meisterwerke, ist auch “Der Bote” thematisch in Baselitz Dialog mit der Künstlergruppe “Die Brücke” verankert. (Andreas Franzke, Georg Baselitz, Munich, 1989, p. 194)

 

Georg Baselitz zwei rehe (2)

 

Georg Baselitz – Zwei Rehe, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1984, Maße: 200 x 162 cm, in Privatbesitz). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie des Künstlers, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Preis EUR 1500,-  – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Zwei Rehe, 1984

Zwei Rehe stellt ein lyrisches und lebendige Beispiel für Baselitz Bildstrategie. Es zeigt in der Umkehrposition zwei Rehe, die ihre Nase berühren. Durch ihre vereinfachte und umgekehrte Form, scheinen sie sich im dicht bemalten Hintergrund aufzulösen. Vermeintlich fragmentiert, kreisförmig gemalt, durch die Verwischung von kastanienbraun, türkis, gelb, lila und orange chaotisch durchtränkt, ist das Gemälde mit rhythmischen Spannung aufgeladen. Diese halb abstrahierten bunten Strudel, verleihen dem Gemälde ein Gleichgewicht, während die riesigen lebendig wirkenden Formen der Rehe wie Cluster in der Mitte der Leinwand thronen. Hierin offenbart “Zwei Rehe” ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von expressionistischen Farbe und Motiv, in der sich Abstraktion und Figuration entfalten.

Georg Baselitz Beladener Stuhl Kurt (1)

Georg Baselitz: “Beladener Stuhl – Kurt”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 1987/88, Maße: 200 x 200 cm, Sammlung Uli Knecht, Stuttgart). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie des Künstlers, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. – Verkauft – Für weitere Anfragen klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Beladener Stuhl – Kurt

Auch wenn Nietzsche der Meinung war, dass keinem Gedanken zu trauen sei, der einem im Sitzen kommt, dann bleibt doch immer noch die Möglichkeit, sich – wie Vincent van Gogh, Gaugin oder Gerhard Richter, sich künstlerisch mit dem Thema „Sitzen“ auseinanderzusetzen. Bei dem beladenen Stuhl vom Baselitz könnte man an Ionescos absurdes Theaterstück „Die Stühle“ denken, in dem ein altes Ehepaar permanent Stühle herbeischleppt für den erwarteten Gast. Doch während die Bühne am Ende vollsteht mit Stühlen, bekommt das Publikum den Gast, der auf dem Stuhl sitzen soll, nie zu Gesicht – Kurt, der Gast selbst bleibt unsichtbar.

 

Georg Baselitz Glaube versetzt Berge (9)

Georg Baselitz: “Glaube versetzt Berge”, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 2000, Maße: 271 x 214 cm, Privatsammlung). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie des Künstlers, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. VERKAUFT – klicken Sie hier für weitere  Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Der Betrachter sieht den Hund in Baselitz “Glaube versetzt Berge” nicht als auf dem Boden ausruhend, sondern verkehrt herum, vor eine farbige Berglandschaft gesetzt. Wie ein Denkmal. An eine Geschichte mit Baselitz-Freund Gerhard Richter erinnernd, der mal einen Hirsch malte – und Baselitz ihm mit einem Hund „antwortete“, seinem Hund. Mit seinem eigenen geliebten Hund Igor. Dazu die Auskunft von Baselitz-Kennerin Carla Schulz-Hoffmann, die der Maler selbst nur bestätigen kann: “Die Tiermotive – allesamt aus dem Bereich des Vertrauten stammend, nie exotisch, immer nah: Kühe, Hasen, Adler (wie bei Franz Marc: Rehe, Kühe, Pferde, Gämsen …) – stehen nicht im Mittelpunkt, das eigentliche Thema ist und war schon immer bei Baselitz die bloße Malerei. Ihre Farbmischung. Ihr Duktus. Es gibt bei Baselitz „vermatschte“ Tiere. Und daneben sind die so genannten Fraktur-Bilder und die Streifen-Bilder: Tiere in quer gelegte Streifen „zerschnitten“. Von Baselitz selbst war zu hören: „Ich bekenne mich zu immer wieder neuen Liebschaften“ – stets sucht und findet der Maler einen Neuanfang. Am Beginn seiner sehr eigenwilligen Malweise stand ein Italiener: Piero de la Francesa. Wer je seine schon 400 Jahre alte „Maria Magdalena“ in Arezzo sah, weiß, wovon Baselitz redet: von den Gegensätzen der Farben. Ein Hosenbein rot, das andere grün. So ist auch im Faltflyer die Rede von „Dissonanzen“, auf die Baselitz setzt. Und er sagt: „Die Tradition der deutschen Malerei ist die Tradition der hässlichen Bilder. Von Dürer über Caspar David Friedrich zu Nolde“. 

02 Mar. 15

Georg Baselitz: “Kalmückentempel”, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 2010, Maße: 270 x 207 cm, Sammlung Thadeus Ropac, Paris) Provenienz: Aus dem Besitz der Familie des Künstlers, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. Preis EUR 1500,- – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

03 Mar. 15

Georg Baselitz: “Ekely”, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 2009, Maße: 270 x 207 cm, Privatsamlung) Provenienz: Aus dem Besitz der Familie des Künstlers, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand. – VERKAUFT – Für weitere Anfragen: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

03 Mar. 15

Georg Baselitz: “Volkskunst Ekely”, 2011, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 2006, Maße: 206 x 162 cm, Privatsamlung) Provenienz: Aus dem Besitz der Familie des Künstlers, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand.Preis EUR 1500,- – klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Georg Baselitz Obolon

Georg Baselitz: “Oberon (Remix)”, 2012, Kunstdruck, vom Künstler handsigniert, Format: 64 x 49,5 cm, Auflage 3 Exemplare, 300 g/m² Offsetdruck, ( nach dem gleichnamigen Gemälde Öl auf Leinwand von 2005, Maße: 300 x 250 cm, Sammlung Rheingold). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie des Künstlers, Beglaubigung der Signatur, einwandfreier Zustand.- VERKAUFT – Für weitere Anfragen klicken Sie hier: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Oberon (Remix)

Der geschlossene Werkblock mit dem Titel „Remix“ ist eine geschickte Aufarbeitung von Georg Baselitz, in dem er einen Teil seiner Bilder, die ehemals Geschichte in der Kunst geschrieben haben, neu entdeckt und mit einem – oder besser – mehreren neuen Röcken zu versehen. Baselitz zeigt dabei einen spielerischen Umgang mit seiner eigenen Kunst, so als wolle er, modengleich, die einst festgesetzten Themen unter einem neuen, aktuellen Licht auf dem Kunstlaufsteg vorführen. Die Koketterie mit der Graphik kommt durch einen speziellen, konstruierten Kunstgriff zustande. Das Verfahren der Erst- und Zweitausführung – nämlich zuerst kleine Formate zum Ausprobieren und Annähern an das jeweilige Thema auf Papier auszuführen und sodann die dadurch gewonnen Erkenntnisse in die großen Formate auf Leinwand zu übertragen – dieses herkömmlich bekannte Verfahren vertauscht er einfach und setzt vorne weg das übergroße Format, um erst nach dessen Fertigstellung klein gehaltene Varianten auf Papier zu versuchen.

Référence /Literature: Georg Baselitz. Exposition, Paris, Musée d’art moderne de la ville de Paris, 25 oct. 1996-8 janv. 1997, de Paris Musee d’Art Moderne (Auteur)Georg Baselitz. Dessins, 1962-1992, de Frabrice Hergott – Georg Baselitz, 2002, de Éric Darragon. Andreas Franzke, Georg Baselitz, München, 1989, Prestel-Verlag.
Georg Baselitz à Lausanne’s Fondation de l’Hermitage, ARTINFO, July 5, 2006.

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Georg Baselitz gehört weltweit zu den berühmtesten und gefragtesten Künstlern unserer Zeit. Bereits als junger Maler formulierte Baselitz kühne Bildinhalte in einem Malstil, der den damals gültigen akademischen Vorstellungen und Kategorien widersprach. Sein Werdegang wird geprägt von der Überwindung verschiedenster Stilkonventionen in der Kunst und dem Erforschen formaler Möglichkeiten, was sich in immer wieder neuen, unverwechselbaren Ausdrucksformen und Bildideen manifestiert.

1963 findet in der Berliner Galerie Werner & Katz die erste Einzelausstellung von Georg Baselitz (geb. 1938) statt. Die Gemälde „Die große Nacht im Eimer“ und „Der nackte Mann“ wirken sexuell so anstößig, dass sie von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt werden. 1965 erhält Georg Baselitz ein Stipendium für die Villa Romana in Florenz, dort entstehen die „Helden“-Bilder. Zu dieser Serie gehört auch das Bild „Die großen Freunde“, das Baselitz 1966 in seiner dritten Schrift „Warum das Bild ‚Die großen Freunde‘ ein gutes Bild ist!“ kommentiert. 1966 zieht der Maler nach Osthofen bei Worms. In seinen Werken sucht er weiter nach Möglichkeiten, das Bildmotiv zu destruieren. Die „Fraktur“-Bilder führen schließlich dazu, dass Georg Baselitz das Bildmotiv um 180 Grad dreht und auf den Kopf stellt. Diese Umkehrmethode wird zum Charakteristikum und macht Baselitz berühmt. Sie gibt ihm die Möglichkeit, größtmögliche Autonomie von Form und Farbe zu erreichen, ohne auf den Gegenstand zu verzichten.

Bücher zu Georg Baselitz

Georg Baselitz – Gesammelte Schriften und Interviews
Hrsg. von Detlev Gretenkort / Vorwort von Jill Lloyd
München, Hirmer 2011
www.hirmerverlag.de

Georg Baselitz – Collected Writings and Interviews
Edited by Detlev Gretenkort / Foreword by Jill Lloyd
London, Ridinghouse 2010
www.ridinghouse.co.uk

Benjamin Katz: Georg Baselitz at Work
Engl./ Germ. Hirmer-Verlag, Munich 2013 & App @app(le)store

Filme

Schwerfel, Heinz Peter: Georg Baselitz, zwei Filme / two films, 52′ + 45′, 2004 + 1987, deutsch / english, Artcore Film production, coproducers WDR / Bundeskunsthalle, on DVD, Artcore Film & Communication 2004
www.artcore.de

Georg Baselitz – Ein Film von Evelyn Schels
BR 2013 / Alamode Film
www.georgbaselitz-derfilm.de