Kunstmarkt: Die teuersten Bilder des Jahres 2009

Raffael:" Kopf einer Muse"Am 8. Dezember 2009 wurde Raffaels “Kopf einer Muse” in London vom renommierten Auktionshaus Christie’s für eine unglaubliche Summe versteigert: 29 Millionen Euro, 32,6660 EUR inkl. Aufgeld gab es für die Kreidezeichnung mit dem Frauenkopf und wurde somit das zweit teuerste Bild 2009. Das Bild ist eine Studie Raffaels für sein Fresko im Vatikan, welche Muse Raffael hier darstellt, lässt sich kaum feststellen. Selbst im Fresko wird nur Urania mit der Weltkugel zweifelsfrei identifiziert. In der Literatur heißt die hübsche Frau auf diesem Blatt auch „Muse mit dem Turban”. Der erzielte Preis ist für eine Papierarbeit ein absoluter Rekord. Die Taxe lautete auf zwölf bis sechzehn Millionen. Die Kreidezeichnung wurde zuletzt vor 150 Jahren angeboten.

Andy Warhol: "200 One Dollar Bills"In den USA schaffte es wieder einmal ein Werk von Andy Warhol in die Liste der teuersten Gemälde. Umgerechnet 29 Millionen Euro wurden im New Yorker Auktionshaus für das aus Ein- und Zwei-Dollar-Noten bestehende “200 One Dollar Bills” (1962) geboten, mit Aufpreis zahlte der neue Besitzer 30.509.000 EUR für diesen Warhol. Der Schätzpreis lag bei acht bis zwölf Millionen Dollar.

Und das ist das teuerste Bild im internationalen Kuntsmarkt 2009:

Henri Matisse:"Les coucous, tapis bleu et rose" , 1911Henri Matisse:”Les coucous, tapis bleu et rose” , 1911 , Öl auf Leinwand. Collection Yves Saint Laurent et Pierre Bergé. Schätzpreis: 12.000.000 bis 18.000.000 EUR, Verkaufspreis: 35.905.000 EUR inkl. Aufgeld. Foto: Courtesy of Christie’s Paris.

Die Versteigerung der Sammlung Yves Saint Laurent und Pierre Bergé durch die Auktionshäuser Christie’s und Pierre Bergé & Associés im Grand Palais, Paris im Februar 2009 erbrachte einem Erlös von 342 Millionen Euro. Allein die sechzig Lose der Sammlung “Klassiche Moderne” erbrachten die Rekordsumme von 206 Millionen Euro.

Deutschlandweit machte Beckmann das Rennen. Für 2,2 Millionen Euro wechselte dessen “Blick auf Vorstädte am Meer bei Marseille” (1937) den Besitzer. Mit dem Aufgeld, der bei Auktionen üblichen Provision, mussten 2,6 Millionen Euro für die Küstenlandschaft bezahlt werden. Norddeutschlands Maler Emil Nolde war da schon günstiger zu haben – doch die Millionengrenze übersprang auch er. Bei einer Versteigerung im Londoner Auktionshaus Christie’s im Juni dieses Jahres wurden 1,5 Millionen Euro für seinen “Mohn” gezahlt. Es gehört zu einem der letzten Blumenbilder des Malers.

Max Beckmann:”Blick auf Vorstädte am Meer bei Marseille” (1937)

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