Tom Wesselmann und seine "Great American Nudes"

Tom Wesselamm erhob die banalen Dinge des modernen Alltags zu Kunstwerken, indem er die Sujets der populären Massenkultur, der Boulevardpresse, der Werbung, der Hochglanzmagazine, des Kinos und der Produktgestaltung zitierte. Ein zentrales Motiv in der amerikanischen Pop Art ist die Darstellung der Frau, inspiriert von den Pin-ups der fünfziger und den neu aufkommenden Playboy-Girls der sechziger Jahre

Erotische Kunst

Als man Picasso an seinem Lebensabend einmal nach dem Unterschied zwischen Kunst und Erotik fragte, antwortete er nachdenklich: »Aber es gibt keinen Unterschied.« Wie andere vor der Erotik, so warnte er vor der Kunst: »Kunst ist niemals keusch, man müsste sie von allen unschuldigen Ignoranten fern halten. Leute, die nicht genügend auf sie vorbereitet sind, dürfte man niemals an sie heranlassen. Ja, Kunst ist gefährlich. Wenn sie keusch ist, ist sie keine Kunst.«

Pablo Picasso: "Dora et le minotaure," 1936. Copyright Succession Picasso, 2001

Pablo Picasso – Kunst ist immer erotisch

“Auch das erotische Kunstwerk hat Heiligkeit” (Egon Schiele, 1911). Skizzen und Zeichnungen spiegeln oft ganze Lebenswelten en détail, sie verraten viel über die Leidenschaften und die künstlerischen Absichten eines Malers. Die impulsive Form und die Spontaneität der Zeichnung bringen uns einen Künstler oft viel näher als jede umfassende Monographie………

Pablo Piacsso:"Autoportrait avec nu", Barcelona, 1902. Ink & colored pencil on business card. 9 x 13,3 cm. Private collection, Germany.

Pablo Picasso – Kunst ist immer erotisch

Als krankhaft und dreckig bezeichneten Galeristen und Kunstkenner lange Zeit die erotischen Werke Pablo Picassos. Sie auszustellen war tabu bis 2001, als in Paris erstmals 300 seiner Werke voll Sinnlichkeit und Sexualität gezeigt wurden. Diese Ausstellung wanderte dann nach Montreal und schließlich nach Spanien, nach Barcelona…..

Egon Schiele – schamloser Blick auf das erotische Zentrum

Schiele ging in seinen erotischen Werken meist über das Thema des Aktes hinaus und stellte das weibliche und das männliche Geschlecht in eindeutiger, oft derber Weise dar. In dem Blatt: “Die Traum – Beschaute” (1911) zeigt er eine liegende nackte Frau mit weit gespreizten Beinen, die ihre Schamlippen auseinanderzieht………..

Roy Lichtenstein – ’’M-Maybe!’’

Berühmt wurde Roy Lichtenstein (* 23. Oktober 1923 in Manhattan, New York, † 29. September 1997 in Manhattan ) durch seine Bilder mit den monumental vergrößerten Details aus Comic-Strips. Schwarze Umrißlinien, Primärfarben und Rasterpunkte sind ihre formalen Grundeigenschaften. Die plagiierende Bildsprache dient in ihrer höchsten technischen Perfektion dazu, die schlichten Aussagen in ihr Gegenteil zu verkehren. Sie sind sowohl als kritische Kommentare zum amerikanischen Alltag zu verstehen, wie sie den traditionellen Gegensatz von Kunst und Kommerz in Frage stellen. Damit ist Lichtenstein einer der ersten und wichtigsten Künstler der Pop-Art, und seine Gemälde und Plastiken repräsentieren einen wesentlichen Beitrag zur amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Er entwickelte eine besondere Maltechnik, die im Englischen ‘Benday Dots’ genannt wird. Dabei setzte er statt Farbflächen nur gleichmäßige Farbpunkte und verlieh somit seinen großformatigen Werken einen künstlichen Touch. Diese Rastermethode der andere Künstler anfangs mit Humor begegneten, karikierte auch er selbst zum Beispiel mit dem Werk “Magnifying Glass”, von 1963.

Balthus – ein erotischer Provokateur

Balthus, Einzelgänger. Außenseiter, Sonderling. Der Maler Balthus – bürgerlich: Balthazar Klossowski – war ein Lebemann, der sich wenig um das scherte, was man über ihn dachte, was man über ihn redete. Ein hochbegabter Künstler, ein exzentrischer Provokateur. Einer, der ganz in seiner Welt lebte und unaufhörlich am einzig “wahren” Bild arbeitete. Balthus war befreundet mit Federico Fellini, Pablo Picasso, Joan Miro, Salvador Dali. Von dem Kunsthändler Pierre Matisse ließ er sich gelegentlich finanziell unterstützen, um seinen luxuriösen Lebensstil bezahlen zu können.

Gustav Klimt: "Weiblicher Akt (2)", um 1886–1888, Format: 28,7 × 42,5 cm, Schwarze Kreide, weiß gehöht, auf Papier, Aufbewahrungsort Original: Wien, Grafische Sammlung Albertina, (Aktstudie für die Figur der Julia im Deckengemälde »Theater Shakespeares« rechten Stiegenhauses Wiener Burgtheaters). Hier Abbildung Faksimile Druck

Gustav Klimt – erotische Zeichnungen

Die technische Brillanz der Zeichnungen Gustav Klimts, mit Bleistift oder Kreide ausgeführt, häufig gesellt sich Rot zu den überwiegend blauen oder schwarzen Linien, ist ebenso atemberaubend wie die Delikatesse der Posen. Sie erinnert nicht von ungefähr an die Aktzeichnungen Bouchers und Watteaus; und Klimt steht diesen Meistern des 18. Jahrhunderts kaum nach; auch Bouchers Aktzeichnungen übertreffen bei weitem die Qualität seiner Gemälde……

Tom Wesselmann: Great American Nude (Teil 1)

Tom Wesselmann wählte stets triviale Motive, deren Monumentalisierung und gleichzeitige Reduzierung zu Stereotypen die sexuelle Emblematik in leuchtenden Farben herausstellt. Dadurch erzielte er eine deutliche und unmittelbare Erotik, die ihn unvergleichbar machten…………

Tom Wesselmann: Great American Nude (Teil 2)

Tom Wesselmann wurde am 23. Februar 1931 in Cincinnati im Bundesstaat Ohio geboren. Am Hiram College in Ohio studierte er von 1945 bis 1951 und begann anschließend ein Psychologie-Studium an der University of Cincinnati. 1952 wurde er aufgrund des Koreakrieges zum Militärdienst eingezogen. Er begann, weil er mit seiner Situation unzufrieden war, während dieser Zeit die ersten Cartoons zu zeichnen. Wesselmann setzte 1954 sein Studium fort, er belegte nebenbei Kurse an der Kunstakademie, zog 1956 nach New York und besuchte bei Nicolas Marsicano die Cooper Union School for Arts and Architecture…………

Pablo Picasso 25.10.1881 – † 08.04.1973

Picasso und die Frauen. Während der frühen Jahre in Paris lebte Picasso mit Fernande Olivier sieben Jahre lang zusammen. Während des 1. Weltkriegs von 1914 bis 1918 arbeitete Picasso in Rom, wo er seine erste Frau kennenlernte, Olga Koklova, eine russische Ballett-Tänzerin. Im Jahr 1927 traf er Marie Thérèse Walther, die damals 17 Jahre alt war und begann mit ihr ein Verhältnis. 1936 trat eine weitere Frau, Dora Maar – eine Fotografin – in sein Leben. Im Jahr 1943 lernte er eine junge Malerin kennen, Francoise Gilot. Im Jahr 1947 brachte sie Claude und 1949 Paloma zur Welt, Picassos drittes und viertes Kind. Seine letzte Gefährtin war Jacqueline Roque……..

David Drebin – Erinnernungen an Zeiten des Glücks

Der Kanadier David Drebin (*1970) beendete im Jahr 1996 die Parsons School of Design in New York City erfolgreich und machte sich rasch einen Namen als international erfolgreicher Werbe- und Modephotograph. Und schon ab dem Jahr 2004 fand er auch künstlerische Anerkennung durch erste Einzelausstellungen in namhaften Galerien in Toronto, Berlin und Los Angeles. 2007 folgte sein erster umfangreicher Bildband unter dem Titel „Love And Other Stories“.

Gustav Klimt Studie zu Judith II

Gustav Klimt – und das spannungsvolle Verhältnis zwischen Tradition und Moderne

Gustav Klimts Porträts von Damen der Wiener Gesellschaft oder aber von jungen Modellen – mit denen er häufig selbst intime Beziehungen pflegte – machten ihn zuerst berühmt. Heute gehört er zu den beliebtesten und Malern des Jugendstils weltweit und seine Bilder erzielen höchste Preise. Doch das war nicht immer so. Die Goldhintergründe auf seinen Gemälden wurden zunächst als Dekorationsmalerei abgetan. Erst sehr spät erkannte man darin die Meister der japanischen Malerei des 17. Jahrhunderts wieder

Balthus – erotischer Provokateur

…….Als Balthus, geboren am 29. Februar 1908, im Februar 2001 in der Schweiz starb, standen an seinem Grab zahlreiche Prominente, darunter Rockstar Bono von U2 , das Fotomodell Elle Macpherson und Prinz Sadruddin Aga Khan. Balthus, schockte die Pariser Kunstwelt mit seinen verträumten, sinnlichen neo-klassischen Portraits von Nymphchen zu einer Zeit, in der Surrealismus und Abstraktion verbotene Territorien waren. Als Provokateur wurde er verdammt, als Künstler galt er als Wunderkind. Seine erotisch-poetischen Bilder gehören zu den besten figurativen Werken der Moderne…..

David Drebin – Erinnerungen an Zeiten des Glücks

David Drebins Fotos erzählen Geschichten von selbstbestimmten, heroischen Frauen, ihren Wunschträumen, Hoffnungen, ihren Enttäuschungen. Er nähert sich ihnen stets mit großem Respekt und nur so gelingt es ihm, Momente voll bewegender Intimität und Innigkeit einzufangen…..

Venus von Willendorf

Die Venus von Willendorf ist die berühmteste der prähistorischen Frauenfiguren, die auch unter dem Begriff Venusfigurinen bekannt sind. Sie ist die älteste bekannte Skulptur der Menschheit: Sie entstand vor ca. 25.000 Jahren und wurde im Paläolithikum (Altsteinzeit) aus Kalkstein gehauen. Gefunden wurde sie……

Eric Fischl – „Bad Boy"

“Auch das erotische Kunstwerk hat Heiligkeit” (Egon Schiele, 1911). Skizzen und Zeichnungen spiegeln oft ganze Lebenswelten en détail, sie verraten viel über die Leidenschaften und die künstlerischen Absichten eines Malers. Die impulsive Form und die Spontaneität der Zeichnung bringen uns einen Künstler oft viel näher als jede umfassende Monographie. Dies gilt ganz besonders für die jeweils persönlichen erotischen Vorstellungen von Malern oder Fotografen, die es verstehen in ihren Bildern immer wieder Intimität, erotische Spannung und Leidenschaften auszudrücken.

Egon Schiele – über das Thema des Aktes hinaus

Schieles Werk umfasst neben rund 300 Gemälden, siebzehn Lithographien und Radierungen, zwei Holzschnitten und einigen plastischen Arbeiten ungefähr 2000 bis 3000 Zeichnungen, Aquarelle und Guoachen. Ein Großteil dieses gewaltigen Werkes, das in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen in der ganzen Welt, vor allem aber in Wien und New York aufbewahrt wird, ist wegen seiner beträchtlichen Schäden sehr selten zu sehen.

Egon Schiele – Eros, Sexualität und Tod

Der konventionelle Akt in der Salonmalerie des 19. Jahrhunderts in Wien ist nur bedingt erotisch, er hüllt sich in eine schamhafte Nacktheit. Egon Schiele setzt sich über diese Konventionen hinweg, seine Akte sind schamlos, sie zeigen alles unverhüllt…..

Egon Schiele – Erotik erstarrt in ausdrucksloser Mimik

In der offiziellen Aktdarstellung des 19. Jahrhunderts war es undenkbar, Schamhaar oder Vulva abzubilden. Diese Akte regten die sexuelle Phantasie des Betrachters an, ohne den Dargestellten eine eigene (aktive) Sexualität zuzugestehen. Schiele wich radikal von diesem Schema ab, in dem er den zur Sexualität fähigen und bereiten Körper zum Objekt seiner Kunst machte…

Gustav Klimt – erotische Zeichnungen und Aktstudien (Teil 1)

Die hier gezeigten Aktstudien umfassen einen Zeitraum von 1888 bis 1912 und können nicht immer einem bestimmten Gemälde zugeordnet werden. Die technische Brillanz der Zeichnungen, mit Bleistift oder Kreide ausgeführt, häufig gesellt sich Rot zu den überwiegend blauen oder schwarzen Linien, ist ebenso atemberaubend wie die Delikatesse der Posen. Sie erinnert nicht von ungefähr an die Aktzeichnungen Bouchers und Watteaus; und Klimt steht diesen Meistern des 18. Jahrhunderts kaum nach; auch Bouchers Aktzeichnungen übertreffen bei weitem die Qualität seiner Gemälde.

Henri Matisse – Malerei als sinnliches Vergnügen

Henri Matisse gilt als exemplarischer Meister der Zeichnung, der gerade in diesem Bereich eine bedeutende Vorbildfunktion für nachfolgende Künstlergenerationen hatte und noch immer hat. Keinem anderen Sujet hat sich Henri Matisse während seines künstlerischen Schaffens leidenschaftlicher gewidmet als der weiblichen Figur im Interieur. Er liebte die natürliche Sinnlichkeit seiner Aktmodelle, denen er die Wahl ihrer Posen selbst überließ. Seine unwiderstehlich schönen erotischen Zeichnungen spiegeln dieses Vertrauen zwischen dem Künstler und seinen Modellen wider. Ein Fest für die Sinne…….

Gustav Klimt, Liegende Frau, masturbierend, 1917

Gustav Klimt – erotische Zeichnungen und Aktstudien (Teil 2)

Die Bedeutung Gustav Klimts in der Geschichte der Kunst wird in hohem Maße von seinem außergewöhnlichen zeichnerischen Werk mitbestimmt. Entsprec hend der Themenkreise seiner Gemälde und Bildzyklen mit ihren vielfachen Erscheinungsformen des Weiblichen, dominiert auch in Klimts Zeichnungen das Bild der Frau. Während jedoch die Frauengestalten in den großen Figurenkompositionen als Ausdrucksträger menschlicher Lebenszusammenhänge wie Hoffnung, Liebe und Tod auftreten, erscheinen sie in den gezeichneten Darstellungen frei von allegorisch-symbolischen Bedeutungen und folgen allein dem Schönheitssinn des Künstlers……

Gustav Klimt Bildnis der Emilie Flöge

Gustav Klimt – und die Frauen

Klimts Frauenbild war geprägt durch seine enge Bindung an Mutter und zwei seiner Schwestern, mit denen er lebenslänglich zusammen wohnte. Es beinhaltet die Facetten der Mütterlichkeit, in der Unnahbarkeit enthalten ist, die Verfügbarkeit des Luxusweibchens – aber auch die Bedrohung durch die Verführung……

Egon Schiele – Stehende Frau in Rot

EGON SCHIELE: “Stehende Frau in Rot”, 1913, Bank Austria
Schieles Werk umfasst neben rund 300 Gemälden, siebzehn Lithographien und Radierungen, zwei Holzschnitten und einigen plastischen Arbeiten ungefähr 2000 bis 3000 Zeichnungen, Aquarelle und Guoachen. Ein Großteil ……….

Gustav Klimt, Portrait eines jungen Mädchens, 1895-96

Gustav Klimt – Frauenportraits

Nach vor der Jahrhundertwende entwickelte Gustav Klimt seinen unnachahmlichen neo-impressionistischen Stil. 1899 begann er, seine Sommer in Attersee zu verbringen, wo er zumeist Landschaften malte. Um 1900 kreierte er mit seinen ornamentalen Frauenportraits einen neuen Bildtypus. Die Frauen besetzten nun das Zentrum seiner Kunst…….

Egon Schiele – Geschlechtlichkeit als treibende Kraft aller Existenz

Schiele, der zunächst von Klimt beeinflußt war, entwickelt bald seinen eigenen expressiven Stil. Seine Themen berühren zentrale Bereiche unseres Lebens und sorgten im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts für viel Aufruhr. Seine Sujets Erotik, Sexualität, Tod brachten dem Künstler Anprangerungen von Kritikern und der Justiz ein. Schiele jedoch, schuf neben seinen ungeschönten Aktdarstellungen auch psychologisch einfühlsame Bildnisse, in denen er das innerste Wesen der Porträtierten ergründete…….

Egon Schiele – Akt mit Strümpfen, 1912

Egon Schiele:“Akt mit Strümpfen“, 1912, Gouache und Bleistift auf Papier. Auf das nahezu Vierfache seines unteren Schätzwertes kletterte am 24. Juni 2009 in Wien zum Auftakt der 74. Kunstauktion „im Kinsky“ eine Gouache von Egon Schiele. Der “Akt mit Strümpfen“ von 1912, erreichte ein Höchstgebot von 260.000 EUR……..

André de Dienes – und die 19-jährige Marylin Monroe

1945 trifft André de Diens durch die Vermittlung einer Agentin die damals 19-jährige Marilyn Monroe und ist sofort fasziniert von ihrer jugendlichen Frische und ihrem fotogenen Sexappeal. De Dienes wird der erste, der sie für einen Model-Job engagiert. Eine fünfwöchige Foto-Tour mit der jungen Norma Jeane Dougherty durch Kalifornien, Nevada und New Mexico endet mit einer Liebesaffäre und zahlreichen Titelbildern für Zeitschriften in aller Welt, die aus dem Pin-up-Girl bald einen Superstar machen…..