Andreas Gursky Poster

Andreas Gursky: „F1 Boxstop I“, Offsetprint, size: 40 x 120 cm, produced exclusively for the Exhibition “Andreas Gursky” in New York, 2007

Andreas Gursky: „F1 Boxenstopp I“, Offsetdruck des Original C- Prints aus der gleichnamigen Serie mit vier breitformatigen Laser-Prints (188 x 508 cm) von 2007, anlässlich seiner Ausstellung 2007 in New York. Produziert in enger Zusammenarbeit mit Andreas Gursky, Copyright © Art Galerie Nolden/H – Paris. gedruckt auf schwerem Offsetpapier, 40 x 120 cm. Literatur: Thomas Weski, Don deLilo: Andreas Gursky, 2007. Preis auf Anfrage

Ebenso erhältlich mit Handsignatur von Andreas Gursky, unten rechts:Andreas Gursky Poster, Formel 1, Signatur

Über Boxenstopp von Andreas Gursky

Das Bild “Boxenstopp” zeigt zwei Teams in digital hergestellter Nähe bei der Arbeit in der Boxengasse. “Meine ursprüngliche Idee, mich der Formel 1 zu nähern, war die Pole Position”, erzählt Gursky, “jener Moment des Rennens, wo sich alle Teams auf engstem Raum gruppieren. Hierfür benötigte man jedoch Zugang zum Paddock-Bereich, der mir zu jener Zeit verwehrt blieb. Erst im zweiten und dritten Jahr konnte ich auf die Hilfe von Ferrarichef Jean Todt und Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone bauen und bekam Zugang zu den Sicherheitsbereichen.” Mittlerweile genießt Andreas Gursky den Status eines offiziellen Weltporträtisten.

Gurskys fotografische Weltsicht ist aus vielen Blicken aus der Realität zusammengesetzt, diese mögen bearbeitet worden sein, aber er nimmt – ganz Becher-Schüler – das Dokumentarische als Ausgangspunkt. Er macht, wofür Journalisten und Fotografen gekündigt würde: ändert die entstandene Fotografie, was exemplarisch am Beispiel des Bildes “F1 Pit Stop I” (2007) besonders nachzuvollziehen ist. Die Arbeitskleidung der Teams, die an den dreckigen Autos rumwerkeln, ist blitzblank sauber. Der Pulk Menschen, der um die Rennwagen steht, zu perfekt ausgeleuchtet, um ohne Nachbearbeitung entstanden zu sein, während die Zuschauer dahinter in der Dunkelheit beinahe verschwinden. Wie so häufig ist alles in dem Bild scharf.

Kaum ein Sport dürfte mit so viel Hektik und so viel Lärm verbunden sein wie die Formel-1-Autorennen. Eine Fotografie ist immer stumm, doch kann sie in der Vorstellung Lärm erzeugen. Gurskys Arbeit hingegen strahlt trotz des Motivs eine solche Stille aus, dass sie in eine Kirche gehängt werden könnte, ohne deplatziert zu wirken. Die Teams auf seinem Bild scheinen erstarrt, als wären sie wirklich eingefroren worden. Nachdem man ein paar Minuten andächtig den Blick über die Arbeit habe schweifen lassen, erkennt man in dem Querformat eine Art Triptychon. In der Mitte des Bildes, zwischen dem roten und dem weißen Rennwagen und den jeweils in entsprechender Farbe gekleideten Teams, steht mit den Rücken zum Betrachter eine blonde Frau. Während die zwei Teams Overall und Helm tragen und jedes Stückchen Haut verdeckt ist, hat die Frau lange blonde Haare und lange braune Beine. Ein Boxenluder? Schwer zu sagen, jedenfalls wird ihr durch Positionierung und die vielen menschlichen, körperlichen Attribute eine Sonderrolle zugeschrieben.

Andreas Gursky: „99 cent“, 2001, Offsetprint, Official exhibition poster for the “Retrospective Andreas Gursky 2001” in New York, it shows the motive “99 cent”, size: 142 x 86 cm

Andreas Gursky: “99 cent”, offizielles Ausstellungsplakat anlässlich der Retrospektive Andreas Gursky 2001 in New York, produziert in Zusammenarbeit mit dem Künstler, Copyright © Art Galerie Nolden/H – Paris, gedruckt auf schwerem Offsetpapier, Format: 142 x 86 cm.  Literatur: Thomas Weski, Don deLilo: Andreas Gursky, 2007. Preis auf Anfrage

 

Andreas Gursky: 'Mayday V', Original - Ausstellungsposter des Museum Istanbul, 2007. Blattformat: 59 x 42 cm. Von Andreas Gursky handsigniert

Andreas Gursky:  ‘Mayday V’, Original – Ausstellungsposter des Museum Istanbul, 2007. Blattformat: 59 x 42 cm. Von Andreas Gursky handsigniert. Preis € 1.800,- Bestellen Sie hier!

 

Über 99 cent von Andreas Gursky

Gursky beweist stets ein Gespür für beispielhafte Orte und Szenerien, das an das Können Andy Warhols denken lässt. Wenn er einen Billig-Markt in den USA fotografiert, in dem jede Ware nicht mehr als 99 Cent kostet, dann schafft er eine treffende Metapher der Konsumgesellschaft. Dass das Bild für 2,9 Millionen US Dollar, 2007 bei Sotheby’s New York verkauft wurde, ist dann nur noch eine Ironie der Geschichte und wiederum eine Metapher für die Welt des Kunstmarktes.

Andreas Gursky: “Untitled XV (FiFA World Cup)”, 2005, Original-Poster FiFA Worldcup 2005, limited editionof 800, handsigned by Andreas Gursky and numbered 462/800, size: 97 x 66 cm

 

Andreas Gursky: “Untitled XV”, 2005, Offset Farblithographie, limitierte Auflage 800 Exemplare, handsigniert. Bildformat: 90 x 66 cm, Blattformat: 97 x 66 cm. Zu sehen ist die Fotografie von Andreas Gursky: Arena III, 2003, die der Künstler als bekennender Fussbalfan für die FIFA und die WM 2006 in Deutschland in diesem Kunstposter verwendet hat. Copyright © Art Galerie Nolden/H – Paris. Literatur: Thomas Weski, Don deLilo: Andreas Gursky, 2007. Preis auf Anfrage

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Über Arena III von Andreas Gursky

In der Geschichte der Malerei ist der Blick von oben ein beliebter Zugriff auf die Landschaft seit Beginn der Neuzeit, bei den Flamen wie Joachim Patinir und Pieter Bruegel, auch vorher beim Brabanter Hieronymus Bosch sowie in Schlachtengemälden von Albrecht Altdorfer und den Aufmarschbildern weniger talentierter Maler. Gleichzeitig expandierte die alte Welt, kühne Seefahrer und wagemutige Kaufleute fingen an, eine neue zu entdecken und sie mit Hilfe der rasant sich entwickelnden Kartographie zu vermessen. Signifikant geworden ist der Blick von oben jedoch in der Kunst der Moderne, und exemplarisch durch die Fotografie. Nadar, eigentlich Gaspard-Félix Tournachon war ein französischer Fotograf, Schriftsteller, Zeichner und Luftschiffer aber auch Unternehmer und Abenteurer im Paris des 19. Jahrhunderts. Er erhob den Blick von oben zur Höhe der Perspektive der Vögel, indem er seine Kamera im Korb seines legendären Fesselballons „Le Géant“ installierte und so die Luftbildfotografie erfand. Paul Virilio kennzeichnete den Blick von oben und aus gebührender Ferne als einen Feldherrnblick, der jede Landschaft auf ihre Eignung zum Schlachtfeld mustere. Die fotografische Avantgarde brachte ihn mit dem Blick von unten polemisch in Stellung gegen die konventionelle Perspektive der Fotografie aus Augenhöhe, parallel zum Gegenstand.

Andreas Gursky: “Cheops“, 2005, Offsetprint, size: 83 x 59 cm, signed by Andreas Gursky, limited edition of 800.

 

Andreas Gursky: “Cheops“, 2005, Original-Farboffset, Format: 83 x 59 cm, mit Filzstift unten rechts handsigniert, unten links genau bezeichnet. Literatur: Andreas Gursky. Hrsg.: Thomas Weski. Ausstellungskatalog Haus der Kunst, München. Köln: Snoeck Verlag, 2007. Abb. o.P. (dort datiert: 2006). Ralf Beil, Sonja Feßel: Andreas Gursky: Architektur, 2008. Copyright © Art Galerie Nolden/H – Paris. Preis auf Anfrage

Über Cheops von Andreas Gursky

Um eine besonders herausragende Grabstätte zu schaffen, begannen die Ägypter mit dem Bau von Pyramiden. Zunächst waren es nur Mastabas, später kleine Stufenpyramiden wie in Sakkara. Pharao Cheops begann mit dem Bau der bekanntesten Pyramide, deren riesigen Ausmaße noch heute die Besucher in Erstaunen versetzen. Die Cheopspyramide in Gizeh ist 147 Meter hoch und bedeckt eine Fläche von neun Fußballfeldern. Das ausgeklügelte System im Inneren konnte bis heute nicht völlig erforscht werden, noch immer gibt es völlig unberührte Gänge. In Anbetracht der Tatsache, dass zum Bau nur Steinwerkzeuge eingesetzt wurden, zählt diese Pyramide mit Recht zu den Weltwundern der Geschichte. Gursky zeigt einen Teil dieser Pyramide als eine senkrechte Scheibe und macht so daraus ein Foto, das nicht nur die treppenförmige Archtektur nach oben zeigt, sondern uns eher über dessen Entstehung nachdenken lässt, über Anmaßung, Überheblichkeit, Selbstbeweihräucherung und vor allem auch über Sklaverei.

 

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