Alex Prager – zwischen Alfred Hitchcock und Luis Buñuel (1)

Alex Prager: "Barabara", 2008Alex Prager: “Barbara”, 2008, C-Print, Copyright © alex prager.

Fordern Sie das Exposé von Alex Prager mit allen zum Verkauf stehenden Arbeiten in diversen Formaten, Verfügbarkeiten und Preisen hier an. Wir schicken es Ihnen schnellstmöglich als kostenfreies PDF zu. KLICKEN SIE HIER: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

Alex Prager

Alex Prager: „Julia Garner (1) for Garage No 7“, 2014 Copyright © The Artist

Alex Prager: "Annie", 2008Alex Prager: “Annie”, 2008, C- Print, Copyright © alex prager.

____________________________________________________________________Alex Prager: "Anne", 2009, chromogenic print, signed, dated and numbered versoAlex Prager: “Anne”, 2009, C- Print, Copyright © alex prager.

Alex Prager (*1979), Fotografin aus Los Angeles hat vor knapp 13 Jahren als Autoditaktin mit der Fotografie begonnen. Sie ging dazu zuerst auf die Straßen ihrer Stadt und fotografierte Obdachlose. Wie sie selber feststellte, ist es wesentlich einfacher, eine Reaktion des Betrachters beim Betrachten des Bildes zu erreichen, wenn man etwas fotografiert hat, das nicht perfekt ist. Auf alle Fälle war es gut genug, um A.Prager schon 2006 mit dem Preis der “London Photographic Association” auszuzeichnen.

 

Alex Prager

Alex Prager: „Shots for Garage No 7“, 2014 Copyright © The Artist

06 Mar. 03

Alex Prager: „No title“, 2014 Copyright © The Artist

 

Alex Prager: " Beth", 2010 aus der Serie "Week-End"Alex Prager: ” Beth”, 2010, C -Print, Copyright © alex prager

A. Prager wurde 1979 in Los Angeles geboren und begann sich schon in früher Jugend mit einer Kamera zu beschäftigen. Sie bereiste die USA und Europa und zehrte von vielen Eindrücken und ihrem Kunstinteresse. Eine Ausstellung des Wegbereiters der künstlerischen Farbfotografie, William Eggleston, gab ihr dann den entscheidenden Impuls zu ihrer heutigen Arbeit. Ihre Bilder sind stark gesättigt wie einst die von Guy Bourdin, sie besitzen einige surrealistische Momente, die durch den Vintage-Look noch verstärkt werden. Inszenierung gehört zu Pragers Pflichtprogramm.

Alex Prager:"Desiree", 2008Alex Prager:” Desiree”, 2008, C- Print,  Copyright © alex prager

Egglestone begann in den frühen 70er Jahren damit, sich bis dahin als nicht bildwürdig geltenden Motiven zuzuwenden, so wie es Edward Hopper in der Malerei tat.

William Eggleston: "Greenwood, Mississippi", 1973.
William Eggleston: “Greenwood, Mississippi”, 1973

Die Abzüge wurden dann mit der in der Werbung und in Zeitschriften verwendeten Dye-Transfer-Verfahren hergestellt. Das wohl ausdrucksstärkste Beispiel für diese Art von Fotografie ist das Bild der roten Zimmerdecke in Greenwood, Mississippi (1973), das für spätere Fotografen stilprägend wurde. Keine Lampe, nur eine Fassung für eine nackte Glühbirne, zu der irritierender Weise drei weiße Kabel führen. Jürgen Teller, Andreas Gursky, Sofia Coppola und David Lynch beziehen sich auf William Egglestone, und nun auch A.Prager. Mit seinem “demokratischen” Blick, wie er selbst sagt, begann Eggleston einst seine Heimat in Memphis, Tennessee, einzufangen. Einfach so, wie sie ist, ohne Arrangements und künstliches Licht. Die unverfälschte Art Egglestons würdigt die World Photography Organisation 2013 mit der Auszeichnung für besondere Verdienste. In der Londoner Tate Modern wird künftig außerdem eine Dauerausstellung mit seinen Werken zu sehen sein.

____

Dabei rief Egglestons Werk nicht von Anfang an auf Begeisterung hervor. Als seine Schnappschuss-Technik – und noch dazu in Farbe – erstmals 1976 im Museum of Modern Art ausgestellt wurde, waren die Kritiker empört. Als “schlechteste Fotografieausstellung des Jahres” schimpfte sie die New York Times. Zu langweilig und zu beliebig erschienen seine Aufnahmen. Nach dem Motto: Eine Frau im grünen Kleid auf einer Wiese – ja und? Aber genau das ist es, was Amerika in seinem Innersten ausmacht. Dieser unverschleierte, einfache Blick auf die Menschen und Dinge. Auf was Eggleston und wohl auch A.Prager aus sind, sind intensive Farben. Das, was Fotografen-Legende Walker Evans noch “vulgär” nannte, faszinierte Eggleston. Farbfotos waren Ende der Sechziger Anfang der Siebziger Jahre einzig der Werbeindustrie vorbehalten. Von künstlerischem Gehalt keine Spur. Das hat sich grundlegend geändert.

Alex Prager: "Kate", 2008_________________________________

Alex Prager:“Kate”, 2008, Copyright © alex prager

Die Farben in den Bildern von A.Prager leuchten intensiv, fast schon aufdringlich. Prager glaubt fest daran, dass in jeder Frau eine Schauspielerin steckt. Verknüpfungen zu ihrer cineastischen Bildsprache und der kalifornischen Herkunft scheinen da eindeutig. Die Protagonistinnen in ihren als Bildserien angelegten Fotos verkörpern in ihren Perücken und Polyesterblusen lebendigen Retro und schaffen dennoch die Balance: der kitschige erste Eindruck wandelt sich schnell in Interesse und Faszination.

Alex Prager:"undo", (from archive 2003-2006) © alex prager via alexprager.comAlex Prager: “Undo”, (from archive 2003-2006) Copyright © alex prager

Ihre Bilder wirken nicht wie gestellte Einzelaufnahmen, sondern scheinen eine spezielle Momentaufnahme aus einer ganzen Geschichte zu sein, die mit ihren Zitaten aus der Kinoszene Hollywoods der 60er und 70er Jahren auch in menschliche Abgründe blicken lassen. A.Prager versteht es mit den Stilmitteln dieser Zeit den Betrachter in seinen Bann zu ziehen.

Alex Prager: "Tiffany", 2009_____________________________________________________________

Alex Prager:“Tiffany”, 2009, Copyright © alex prager

Die fiktiven Momentaufnahmen, die A.Prager z.B. in ihrer Fotoserie “Weekend” zusammengestellt hat, nehmen uns mit auf eine emotionale Reise durch Entfremdung, Lust, Angst, Gleichgültigkeit und uneindeutig verrückte Aktionen. Die Fotografien sind weit mehr als zu bunte Schnappschüsse – jedes Gesicht, jede Mimik erzählt einen Teil der Geschichte.

Alex Prager June from Week-end, 2010 Chromogenic print 24 x 32.5 inches Edition 6 of 7 Signed, dated and numbered verso $8500 Marla Hamnurg

Alex Prager: “June”, 2010,  from Week-end, 2010,  C- Print, Copyright © alex prager

Alex Prager: "Sophie", 2009____________________________________________________

Alex Prager: “Sophie”, 2009, C- Print, Copyright © alex prager

Alex Prager: "Jackie", 2007 chromogenic print signed, dated and numbered verso_______________________________________________________

Alex Prager: “Jackie”, 2007, C- Print, Copyright © alex prager

Alex Prager: "Jane", 2009________________________________________________________

Alex Prager: “Jane”, 2009, Copyright © alex prager

Alex Prager: "Molly", 2009___________________________________________________________

Alex Prager: “Molly”, 2009, Copyright © alex prager

Alex Prager: "Maggie", 2009Alex Prager: “Maggie”, 2009, Copyright © alex prager

alex pragerAlex Prager: “Julie” aus der Serie “Polyester”, 2008, Copyright © alex prager

Alex Prager:"Eva", from the series Weekend, 2008,Alex Prager:”Eva”, from the series Weekend, 2009 Copyright © alex prager

Alex PragerAlex Prager: “Film Still #5”, 2012, Copyright © alex prager

Alex Prager: "Four Girls", 2007 chromogenic print signed, dated and numbered verso____________________________

Alex Prager: “Four Girls”, 2007 Copyright © alex prager

Susie and Friends, 2008 © Alex Prager Alex Prager C-Type Print 36 x 58"

Alex Prager: “Susie and Friends”, 2008, C-Print Copyright© alex prager

Alex Prager Francine, 2011 Chromogenic color print Image size 20.9 x 19.5 inches Paper size 24 x 20 inches, Courtesy The Elton John AIDS Foundation Photography Portfolio II, © 2011 Alex PragerAlex Prager:”Francine”, 2011, C – Print, Courtesy The Elton John AIDS Foundation Photography Portfolio II © 2011 Alex Prager.

Ein Besuch einer William-Eggleston-Ausstellung brachte die 29-jährige Fotografin Alex Prager aus Los Angeles auf die Idee, selbst zu fotografieren. Ihr Cinemascope-Stil erinnert an Szenen aus David-Lynch- und Alfred-Hitchcock-Filmen oder an die Selbstinszenierungen von Cindy Sherman. Dramatische Momente, in denen sich alles um Vereinsamung, Angst, Verlangen und Lust dreht. Alex Prager sagt über ihre Arbeit, sie dokumentiere eine Welt, die gleichzeitig existiert und nicht existiert. Die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen, die Fassade ist in ihrer aktuellen Arbeit so dick, dass die Illusion wirklicher ist als die echte Welt. Ihre aktuelle Fotoarbeit Week-End ist der dritte Teil einer Trilogie, die 2007 mit den Serien Polyester und The Big Valley begann und wir ab dem 29. September in New York im Museum Of Modern Art im Rahmen der Ausstellung New Photography 2010 zu sehen sein.

 _______________________________________

Sie möchten das Exposé von Alex Prager mit allen zum Verkauf stehenden Arbeiten in diversen Formaten, Verfügbarkeiten und Preisen einsehen? Bestellen Sie das Exposé bei uns – wir schicken es Ihnen schnellstmöglich als kostenfreies PDF zu. KLICKEN SIE HIER: Anfragen an Art Galerie Nolden/H – Paris

 

Literatur: Polyester, April 2007, Rahne Pistor, “Flaunting Her Cinematic Style,” The Argonaut, April 26, 2007, Jessica Gelt, “Beauty Before Age,” The Los Angeles Times, April 25, 2007

 ___________________________________________________________

Das neueste Video von Alex Prager: “Despair” sehen Sie in unserer Rubrik Videokunst. Klicken Sie hier!

___________________________________________________________

Das aktuelle Interview mit Alex Prager in DER SPIEGEL Klicken Sie hier!

___________________________________________________

Biografie Alex Prager              

1979                       Born in Los Angeles, CA

2006                      London Photographic Award

Lives and works in Los Angeles

Ausgewählte Ausstellungen

Solo Exhibitions

2015  Lehmann Maupin Gallery, Hong Kong
___
2014  National Gallery of Victoria, Melbourne, Australia, The Arts Club, London, “Face in the   Crowd”, M+B Gallery, Los Angeles, “Face in the Crowd”, Lehmann Maupin Gallery, New York
___
“Face in the Crowd”, Corcoran Gallery of Art, Washington DC, “Mise-en-scène”, SCAD Museum of Art, Savannah, GA
___
2012 “Compulsion”, Foam Museum, Amsterdam, Netherlands, “Compulsion”, M+B Gallery, Los Angeles, CA, “Compulsion”, Yancey Richardson Gallery, New York, NY, “Compulsion”
____
“Week-end”, Michael Hoppen Gallery, London, “Week-end”, M+B Gallery, Los Angeles, CA, “Despair”, Project Gallery, Yancey Richardson Gallery, New York, NY
____

2011                      The Art of Collaboration with Bottega Veneta

2010                      ALEX PRAGER: WEEK-END, M+B, Los Angeles (Solo)

2008                      Michael Hoppen Gallery, London (solo)

2008                      “WeAre TheSuperlativeConspiracy”, Robert Berman Gallery. Santa Monica, CA

2008                      “The Good Life”, Yancey Richardson Gallery. New York, NY

2008                      “Sugar and Spice”, Photographic Center Northwest in Seattle, WA

2008                      “Incognito”, Santa Monica Museum of Art. Santa Monica, CA

2008                      “Young Curators, New Ideas”, Bond Street Gallery. Brooklyn, NY

2008                      “The Big Valley”, Michael Hoppen Gallery, London

2007                      “Untitled”, Benjamin Fink & Alex Prager. Sarah Tecchia Gallery, New York, NY

2007                      “Safe + Sound”, London Institute of Fashion. London

2007                      “Photo Miami”, Miami, FL

2007                      Photo Miami, Miami, FL (solo)

2007                      Sara Tecchia Roma New York, New York, NY (solo)

2007                      Robert Berman Gallery, Santa Monica, CA (solo)

2006                      “Safe + Sound,” London Institute of Fashion, London

2006                      “Queen of the Night, Women Under the Influence”, Berman/Turner Gallery, Santa Monica, CA

2005                      “Dolls to the Walls,” Project Gallery, Los Angeles

2005                      “The Book of Disquiet”, Downtown Independent Gallery, Los Angeles, CA“

2005                      “Admire the View”, ArtShare Gallery, Los Angeles

2005                      “A True Story”, White Trash Charms Gallery, Los Angeles

2005                      “Group Show”, White Trash Charms Gallery, Los Angeles

2004                      “America Motel”, America Motel, Los Angeles

2004                      “The Cupboard Show”, City Gallery, Los Angeles

2003                      “Pictures Like Punches, Stitches Like Screams”, Goodform Gallery, Los Angeles

2002                      “Special Friend”, New Image Art Gallery, Los Angeles

2001                      “Le Deux”, Dionicio Gallery, Los Angeles