A. R. Penck – Meister der Kürzel

A.R. Penck - Perry Rhodan 4, 1996, Farbserigrafie 70 x 100 cm, lim. Auflage: 40, signiert und nummeriert

A.R. Penck: ‘Perry Rhodan 4’, 1996, Farbserigrafie, signiert und nummeriert, lim. Auflage: 40 + e.a., Blattformat: 70 x 100 cm. Preis auf Anfrage

 

Über A. R. Penck

A. R. Penck (1939 Dresden – 2017 Zürich) gilt als der Meister der Kürzel, Zeichen und gekritzelten Männchen, der seine Weltsicht in gleichsam hieroglyphischer Hermetik für sich behält. Mit seinem Frühwerk, das während seiner Dresdner Jahre in der damaligen DDR zwischen 1950 und 1980 entstand, legte der 1939 geborene Künstler den Grundstein für seinen Weltruhm. Die Teilung Deutschlands spielt eine wesentliche Rolle in Pencks Malerei. Es entstanden Mitte der 60er Jahre mehrere großformatige Bilder, die in chiffrehafter Darstellungsweise prähistorischer Kunst mögliche kybernetische Modelle und Systeme visualisieren. Seine frühen Werke erinnern in ihrer Figurensprache an Paul Klee. Das „Grosse Weltbild“ von 1965 gilt seit jeher als sein Schlüsselwerk. 1980 erfolgte die Ausbürgerung von A.R. Penck aus der DDR in die Bundesrepublik, wo Penck seit seiner Beteiligung an der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig bereits zu den bedeutenden deutschen Zeitgenossen gezählt wurde. 1988 erhielt Penck eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie. Penck verlässt dann aber auch den Westen Deutschlands und zieht nach Dublin. Seine Begründung: „Deutscher Immigrant in Deutschland – das geht nicht. Wenn man schon ein Immigrant sein muss, dann auch ein richtiger.“

Penck zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. In seinen Arbeiten hat er sich wie kaum ein anderer Künstler – und wie neben ihm nur Jörg Immendorff – mit dem deutschen Thema auseinandergesetzt. Mit den seit den 1960er-Jahren entstehenden Standart-Bildern (aus Standard und Art) entwickelte Penck eine auf einfachen Zeichenstrukturen basierende künstlerische Sprache, die die gesellschaftliche Befindlichkeit im Zeitalter der Spaltung Deutschlands und im Zentrum der Teilung der Welt in zwei feindlich gesonnene Blöcke auf unverwechselbare Weise zum Ausdruck bringt. In der Auseinandersetzung mit Kybernetik und Informationstheorien entwickelte Penck seit Ende der 60er Jahre ein auf elementare Formen, Zeichen und Signale reduziertes Bildzeichenvokabular, das er auch theoretisch untermauerte. Als zentrales Motiv erscheint in den “Standart”-Bildern (aus Standard und Art) immer wieder eine frontale Strichfigur mit erhobenen Händen, eingebettet in ein umgebendes System von zeichnerischen Kürzeln und Chiffren (Lucius Griesebach). Das Ziel, Standart als allgemeinverständliche, zeitgemässe Bildsprache, frei von jeder Ideologie, zu etablieren, betrachtet allerdins selbst Penck als gescheitert. Penck erfand alle erdenklichen Situationen für das Verhältnis von Individuum und System, die sich in einfacher, aber eindrucksvoller Weise mit Modellen aus Pappe simulieren ließen. Seine Kunst bewegt sich auf der Grenze zwischen Figur und Konzept.

Bisher weniger bekannt ist er als Bildhauer, obwohl seit 1984 bemerkenswerte Bronzeskulpturen als Abgüsse seiner kleinformatigen Holzarbeiten entstanden. Dominierende Themen sind dabei der Begriff des Denkmals als etwas Dauerhaftes und als Symbol, und die Idee des Totems, in dem sich für Penck das Ich repräsentiert, die Selbstbehauptung des Individuums.

Weitere Werke von A. R. Penck

 

A.R. Penck: 'Perry Rhodan 3', 1996, Farbserigrafie, signiert und nummeriert, lim. Auflage: 40 + e.a., Format: 70 x 100 cm

A.R. Penck: ‘Perry Rhodan 3’, 1996, Farbserigrafie, signiert und nummeriert, lim. Auflage: 40 + e.a., Format: 70 x 100 cm. Preis auf Anfrage

 

A. R. Penck: ‚Energiefeld Urszene, Der Mensch‘, 1999, Radierung auf Bütten, signiert, nummeriert, lim. Auflage 35 Exemplare, Bildformat: 69,5 x 49 cm, Blattformat: 90 x 65 cm

A. R. Penck: ‚Energiefeld Urszene, Der Mensch‘, 1999, Radierung auf Bütten, signiert, nummeriert, lim. Auflage 35 Exemplare, Bildformat: 69,5 x 49 cm, Blattformat: 90 x 65 cm. Preis auf Anfrage

A. R. Penck: ‚Standart Hoch I‘, 1997, Serigrafie auf Hahnemühle-Bütten, signiert, nummeriert, lim. Auflage 60 Exemplare, Blattformat: 107,5 x 60 cm

A. R. Penck: ‚Standart Hoch I‘, 1997, Serigrafie auf Hahnemühle-Bütten, signiert, nummeriert, lim. Auflage 60 Exemplare, Blattformat: 107,5 x 60 cm.  Preis auf Anfrage

A. R. Penck - Zivilisation, 2000, Farblithografie auf Bütten, signiert, nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Blattformat: 50 x 70 cm, gerahmt

A. R. Penck: ‘Zivilisation’, 1995, Farblithografie auf Bütten, signiert, nummeriert, lim. Auflage 40 Exemplare, Bildformat: 32 x 45 cm, Blattformat: 50 x 70 cm. Preis auf Anfrage

 

A.R. Penck: ‚Dresden“ 1992, Siebdruck, handsigniert, nummeriert, lim. Auflage 50 Exemplare Blattformat: 64 x 48cm

A. R. Penck: ‚Dresden 1992, Bl. 3′, 1992, Siebdruck, handsigniert, nummeriert, lim. Auflage 50 Exemplare, Blattformat: 64 x 48 cm. Preis auf Anfrage

A.R. Penck, Vision (Grün-Gelb) III, Aquatinta Radierung handsigniert, nummeriert lim. Auflage: 50 Exemplare 76,0 x 107,0 cm

A.R. Penck: ‘Vision (Grün-Gelb) III’, Aquatinta Radierung, signiert, nummeriert,  lim. Auflage: 50 Exemplare, Blattformat: 76,0 x 107,0 cm. Preis auf Anfrage

A.R. Penck: ‘Aufstand’, Aquatinta Radierung, signiert, nummeriert,  lim. Auflage: 35 Exemplare, Blattformat: 76,0 x 107,0 cm. Preis auf Anfrage